Sex-Studie: Zu wenig Zeit für die Liebe
Weniger als die Hälfte der Österreicher ist mit ihrem Liebesleben zufrieden. In heimischen Schlafzimmern wird "es" aber trotzdem öfter gemacht als im internationalen Durchschnitt.

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Nicht einmal die Hälfte der Österreicher (43 Prozent) ist mit ihrem Liebesleben zufrieden. Wie aus einer am Dienstag präsentierten Studie des Kondomherstellers "Durex" hervorgeht, wünschen sich vier von zehn Österreichern mehr Zeit für die schönste
Nebensache der Welt. "Stress ist eine Sex-Bremse", erklärte Psychologe und Psychotherapeut Bernhard Ludwig: "Was im Berufsleben als Burn-out-Syndrom diagnostiziert wird, macht sich nun auch im Schlafzimmer breit". Weltweit wünscht sich der
Durex-Befragung in 26 Ländern zufolge etwa ein Drittel mehr ungestörte Zweisamkeit mit dem Partner.
Paare zufriedener als Singles. Zufriedenheit herrscht laut der Umfrage im Bett vor allem bei Paaren, weniger bei Singles. Bei Pärchen, die sich gegenseitig Feedback geben, funktioniere die schönste Nebensache der Welt besonders gut, erklärte Ludwig. Außerdem gelte: Je mehr Sex die Befragten haben, desto zufriedener sind sie mit ihrem Liebesleben.
Über dem Durchschnitt. Die Österreicher sind im internationalen Vergleich keine
Sex-Muffel: Mit 115 Mal pro Jahr tun sie "es" häufiger als der weltweite Durchschnitt (103). 68 Prozent der Männer und 72 Prozent der Frauen nehmen sich hier zu Lande wöchentlich Zeit für intime Zärtlichkeit. "Sex-Kaiser" sind die Griechen: Die Südländer kommen 164 Mal pro Jahr zur Sache. "Vizeweltmeister" Brasilien bringt es jährlich auf 145 Liebesspiele. Dahinter rangieren Russland und Polen mit jeweils 143. In deutschen Betten geht es etwas häufiger zur Sache (117 mal pro Jahr). Besonders zurückhaltend sind die Japaner: Sie tun "es" im Schnitt jährlich 48 Mal und sind damit globales Sex-Schlusslicht. Auch die US-Amerikaner sind mit 85 jährlichen Liebesspielen unterdurchschnittlich aktiv.
Oft, aber nicht gut. Quantität dürfte jedoch nicht unbedingt Qualität bedeuten. Nur knapp die Hälfte der Griechen (und auch Österreicher) bezeichnet ihr Sexualleben als aufregend - dafür geht es in Nigeria "heiß her": Knapp 80 Prozent bewerten ihr Liebesspiel dort als spannend. In Japan ist Sex hingegen nur für jeden zehnten Liebenden zufrieden stellend.
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Für die "Sexual Wellbeing Global Survey" wurden im Auftrag von Durex von August bis September 2006 weltweit rund 26.000 Menschen mittels Online-Fragebögen befragt - darunter 542 Österreicher.
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