Google Mail öffnet sich für alle Interessierten
Auch in den USA keine Einladungen mehr notwendig.

Foto © gmail.google.com
Das kostenlose Webmail-Angebot von Google
steht nun wirklich allen Interessenten auf der ganzen Welt offen. Am
Mittwoch fiel auch in Nordamerika, Asien und weiten Teilen
Südamerikas die bisherige Beschränkung, wonach eine Empfehlung von
schon aktiven Nutzern notwendig war, um ein Gmail-Konto eröffnen zu
können. Zuvor war diese Beschränkung schon nach und nach in den
anderen Teilen der Welt aufgehoben worden.
Das im April 2004 erstmals vorgestellte Gmail bleibt aber
offiziell im Beta-Status, das heißt, es wird bei Google weiter als
"work in progress" betrachtet. Das Mail-Angebot sei aber zu einem
echten Eckpfeiler des Unternehmens geworden, sagte Google-Mitgründer
Sergey Brin. Google entschloss sich auch deshalb erst jetzt zur
Öffnung von Gmail für alle, weil zuvor die Rechnerkapazitäten
ausgebaut werden mussten. Bei Gmail gibt es praktisch keine
Begrenzung beim Speicherplatz. Derzeit gibt es rund 2,8 Gigabyte für
jeden Nutzer.
Kostenpunkt.
Allein 2006 gab Google 1,9 Milliarden Dollar (1,46 Milliarden
Euro) aus, das meiste davon für die Rechnerinfrastruktur. Brin
deutete an, dass Google künftig mit Gmail auch Geld verdienen will.
Genaues stehe noch nicht fest, aber die Preise würden wohl ähnlich
wie beim Foto-Dienst von Google sein, erklärte Brin. Dort verlangt
Google 25 Dollar im Jahr für 6,25 GB Speicherplatz und 500 Dollar für
250 GB. "Wir können es uns nicht leisten, alles kostenlos abzugeben",
sagte Brin.
Datenschutz?
Geld will Google bei Gmail auch jetzt schon dadurch verdienen,
dass in die Mails Werbung eingeblendet wird. Diese orientiert sich am
Inhalt der Mails, die dafür automatisch gescannt werden, was auch
schon Datenschützer auf den Plan gerufen hat.
Zur Zahl der Google-Mail-Nutzer sagte Firmensprecherin Courtney
Hohne, diese bewege sich in einem zweistelligen Millionenbereich.
Damit liegt Google noch weit hinter den Nutzerzahlen der Konkurrenten
Yahoo und Microsoft.








