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Zuletzt aktualisiert: 14.02.2007 um 04:35 Uhr

New York kämpft gegen iPod-Träger

So geht es auf New Yorks Straßen zu ...

Foto © APSo geht es auf New Yorks Straßen zu ...

Auf die Besitzer von MP3-Playern und Handys könnten im US-Bundesstaat New York harte Zeiten zukommen: Ein Abgeordneter im Staatsparlament will ihnen die Benutzung der Geräte im Straßenverkehr verbieten. Wer trotzdem SMS schreibt, Musik hört oder E-Mails liest, soll 100 Dollar Strafe zahlen. Nur so sei eine "große öffentliche Sicherheitskrise" noch zu verhindern, so die Meinung des Senators Carl Kruger.

Zwang zum Verzicht. Zu ihrem eigenen Schutz sollen die Fußgänger deshalb zum Verzicht der elektronischen Geräte im Straßenverkehr gezwungen werden. Die Gefahr, etwa durch Musik aus einem MP3-Player abgelenkt zu werden und dadurch einen Unfall zu verursachen, sei einfach zu hoch, sagt der Politiker der Demokraten. Alleine in seinem Viertel im New Yorker Stadtteil Brooklyn seien seit September bereits drei Menschen auf diese Weise ums Leben gekommen, ergänzte Kruger. Zuletzt war ein 23-jähriger iPod-Nutzer vor einen Bus gerannt.

Automatisch schuldig. Er wolle den New Yorkern nicht vorschreiben, auf ihre Unterhaltungselektronik-Geräte zu verzichten, bentont Kruger. "Aber was passiert, ist Folgendes: Wenn die Leute sich mit ihrem iPod, ihrem BlackBerry, Handy oder Videospiel beschäftigen, spazieren sie in rasende Busse und fahrende Autos." Daher wolle er seinen Gesetzesentwurf, der die Geldstrafe vorsieht, vorlegen. Darüber hinaus sollen Fußgänger, die in aus den genannten Gründen in einen Verkehrsunfall verwickelt werden, automatisch schuldig gesprochen werden.

Straßenverbot für Taube?. Der Vorschlag erzeugt in der großen US-iPod-Fangemeinde bereits eine Protestwelle. In zahlreichen Weblog-Einträgen lassen MP3-Fans ihrem Frust über das drohende Verbot elektronischer Gadgets im Straßenverkehr freien Lauf. "Was kommt als Nächstes? Dürfen taube Menschen auch nicht mehr über die Straße gehen?", frage Ryan Jones in seinem Blog "Dotcult". In ähnlichem Tenor kritisieren weitere Blogger die Kriminalisierung menschlicher Blödheit.

Blödheit wird zur Straftat. Der New Yorker Bürger Michael Rose erklärt im inoffiziellen Apple-Weblog "Tuaw.com", eine PR-Kampagne in U-Bahn-Stationen wäre effektiver als "Blödheit zu kriminalisieren". Die Kampagne solle die Menschen daran erinnern, den MP3-Player abzuschalten, bevor sie eine der Hauptstraßen überqueren. Andere Netz-Autoren warnen vor einem "Big Brother"-Staat oder vor einer "übervorsichtigen 'Kindermädchen'-Regierung".


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