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    Zuletzt aktualisiert: 05.03.2013 um 17:29 UhrKommentare

    Drei Tote bei Lawinenabgängen

    Bei zwei Lawinenabgängen in Obertauern und in Scheffau im Bundesland Salzburg sind am Dienstag zu Mittag zwei Tourengeher ums Leben gekommen. Auch im Zillertal forderte ein Lawinenabgang ein Todesopfer.

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    Foto © APASujetbild

    Bei Lawinenabgängen im freien Gelände in Obertauern und in Scheffau im Bundesland Salzburg sind am Dienstag zu Mittag zwei Tourengeher ums Leben gekommen. Ein Ehepaar aus Tirol war in Obertauern (Pongau) von der Felseralm in Richtung "Glöcknerin" unterwegs und hatte dabei eine Lawine ausgelöst. Beide wurden mitgerissen. Der 62-jährige Ehemann prallte gegen einen Baum und wurde tödlich verletzt. In Scheffau (Tennengau) wurden zwei Tourengeher - ersten Angaben zufolge zwei Deutsche - von einer Lawine erfasst. Einer der beiden starb unter den Schneemassen. Der zweite, der seinen Lawinen-Airbag aktiviert hatte, blieb an der Oberfläche liegen. Er wurde schwer verletzt.

    Die 61-jährige Ehefrau des Tirolers sei nicht verschüttet worden und unverletzt geblieben. Sie habe aber einen Schock erlitten, sagte der Einsatzleiter der Bergrettung Obertauern, Christian Binggl, im Gespräch mit der APA. Die eingewehte Rinne, in der sich auf rund 1.800 Meter Seehöhe die 150 Meter breite und 300 Meter lange Lawine gegen 12.00 Uhr gelöst hatte, sei über 35 Grad steil gewesen. Der Tiroler wurde laut Polizei nach rund 100 Metern gegen einen Baum gedrückt und von den Schneemassen eingeklemmt. Er erlag seinen Kopfverletzungen.

    Die Frau blieb nach rund 80 Metern an der Oberfläche liegen. Sie alarmierte die Einsatzkräfte. Doch alle Wiederbelebungsversuche für ihren Mann waren vergeblich. An der Bergung beteiligten sich elf Bergretter aus Obertauern, vier Polizisten, zwei Helfer des Roten Kreuzes, ein Notarzt und zwei Hubschrauber.

    In Scheffau waren zwei Alpinisten aus Bayern gegen 12.30 Uhr eine eingewehte Nordrinne des Tennengebirges - die sogenannte "Wiesabfahrt" des Scheiblingkogels - aufgestiegen, als sich auf rund 1.800 Meter Seehöhe eine 70 Meter lange und 40 Meter breite Lawine löste. Einer der beiden wurde ein halben Meter verschüttet. Der zweite Tourengeher war laut dem Bezirksleiter der Bergrettung Tennengau, Wilfried Seidl, mit einem Lawinen-Airbag ausgerüstet und auf der Lawine zu liegen gekommen. "Er wurde schwer verletzt", sagte Seidl.

    Eine Gruppe von einheimischen Tourengehern, die unabhängig von den Bayern unterwegs waren, fuhren nach dem Lawinenabgang zufällig in die "Wiesabfahrt" ein und entdeckten die Verunglückten. Sofort begangen die drei Alpinisten, den Verschütteten auszugraben. "Sie hatten ihn noch reanimiert, konnten ihn aber nicht mehr retten", erklärte Bergretter Seidl. Offenbar haben die zwei Tourengeher das Schneebrett selbst ausgelöst.

    Ersten Informationen zufolge handelt es sich bei den beiden Tourengehern um deutsche Staatsbürger im Alter von 55 und 51 Jahren aus dem Raum Freilassing. Der 51-jährige Verletzte hatte unter anderem einen offenen Bruch erlitten. 35 Bergretter aus dem Tennengau und ein Alpinpolizist beteiligten sich an dem Einsatz. Der Verletzte wurde mit dem Rettungshubschrauber Christophorus 6 in ein Spital geflogen, der 55-jährige Tote vom Polizeihubschrauber Libelle ins Tal gebracht.

    In allen Gauen Salzburgs bestand Dienstagmittag laut Salzburger Lawinenwarndienst mäßige Lawinengefahr (Stufe zwei der fünfteiligen Skala). Anlässlich der beiden Lawinenabgänge hat die Bergrettung vor der steigenden Lawinengefahr gewarnt. Durch den starken Föhn habe sich die für Tourengeher bisher relativ günstige Situation in den vergangenen zwölf Stunden schlagartig geändert. Die Schneedecke sei durch die massive Erwärmung bis in große Höhen hinauf durchnässt und weniger stabil, mahnte der stellvertretende Landesleiter der Bergrettung Salzburg, Klaus Wagenbichler, im APA-Gespräch zu "genereller Vorsicht". Steilere Hänge und Kammexpositionen sollten gemieden werden.

    Toter bei Lawinenabgang im Zillertal

    Ein Lawinenabgang hat am Dienstag im Zillertal ein Todesopfer gefordert. Nach Angaben der Polizei konnte ein Tourengeher nur mehr tot geborgen werden. Der Einsatz, der sich wegen des starken Windes schwierig gestaltete, war vorerst noch im Gange. Über die Identität des Toten war zunächst nichts bekannt.


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