Rinderfleisch wird in EU flächendeckend getestet

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Bei der Fahndung nach nicht deklariertem Pferdefleisch wollen die EU-Staaten Gentests durchführen. Darauf einigten sich am Freitag Vertreter der Staaten in Brüssel. Die EU-Kommission übernimmt einen Anteil der Kosten an den Untersuchungen, die bis spätestens Ende März abgeschlossen sein sollen. In diesem Zeitraum sollen die nationalen Behörden 2.250 Gentests an Rindfleischprodukten durchführen.
Auf jedes Land entfallen dabei zwischen zehn und 150 Proben. Getestet werden nach Angaben der EU-Kommission vor allem Fleischprodukte im Einzelhandel. Außerdem wollen die Staaten bei Pferdefleisch nach Rückständen des entzündungshemmenden Medikaments Phenylbutazon fahnden. Es ist für den Einsatz bei Tieren, die später auf dem Teller landen sollen, nicht zugelassen. Für je 50 Tonnen Pferdefleisch ist eine Probe auf die Arznei vorgesehen - bei einem Gewicht von etwa einer halben Tonne pro Tier würde demnach ein Prozent der Pferde getestet.
Für beide Untersuchungen übernimmt die EU-Kommission drei Viertel der Kosten. Bis Mitte April sollen die Hauptstädte ihre Testergebnisse in Brüssel einreichen. Dann könnten die Staaten auch eine weitere Runde an Untersuchungen beschließen.
Spuren von Pferdefleisch sind jetzt auch in einem Fertigprodukt eines deutschen Lebensmittelherstellers gefunden worden. Die Dreistern-Konserven GmbH & Co. KG aus dem brandenburgischen Neuruppin teilte auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit, dass "in dem Produkt mit der Bezeichnung Rindergulasch 540g Omnimax und dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 05.11.2015 Spuren von Pferde-DNA nachgewiesen" worden seien. Bisher stehen französische Hersteller im Fokus der Pferdefleisch-Debatte.
"Im Sinne des Verbraucherschutzes wird der Rückruf von am Standort Neuruppin produzierten Rindergulasch-Produkten eingeleitet", heißt es in einer Stellungnahme der Dreistern-Konserven GmbH & Co. KG, die der dpa am Freitagabend vorlag. Vertrieben worden sei das Produkt über Filialen verschiedener Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels. Betroffene Waren seien bereits vorsorglich aus dem Sortiment der Händler genommen worden.











