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    Zuletzt aktualisiert: 01.02.2013 um 12:15 UhrKommentare

    Great Barrier Reef droht Aberkennung des Welterbe-Status

    Wie der WWF berichtete, seien "die Bemühungen zum Schutz dieser einzigartigen Meeresregion völlig ungenügend". Nun droht die Aberkennung des Welt-Erbestatus.

    Foto © AP

    Dem Great Barrier Reef vor der Küste Australiens droht die Aberkennung des Status als UNESCO-Welterbe. Wie der WWF berichtete, seien "die Bemühungen zum Schutz dieser einzigartigen Meeresregion völlig ungenügend". Ein diesbezüglicher Bericht der Umweltschutzorganisation und der Australian Marine Conservation Society (AMCS) wurde am Freitag präsentiert.

    Vor einem Jahr habe die UNESCO die australische Regierung aufgefordert, einen Plan zu einem besseren Management des Great Barrier Reefs zu erstellen. Am 1. Februar 2013 ist die Frist der UNESCO abgelaufen. Der WWF-Bericht zeige: Sowohl die australische Landesregierung als auch die Regierung des Bundeslandes Queensland hätten die Empfehlungen der UNESCO nicht umgesetzt.

    'Welterben in Gefahr'

    Eine Bewertung der verschiedenen Problemzonen zeige, dass das Küstengebiet "demnächst auf die Liste der 'Welterben in Gefahr' gesetzt werden muss, hieß es in einer Aussendung. Schwachpunkte seien die Meeresverschmutzung durch die Fischerei, der Bau von neuen Häfen oder die Aufweichung von Gesetzen zum Schutz der Küstenregionen.

    "Die Geschwindigkeit, in welcher zahllose Häfen und dazugehörige Infrastrukturbauten erstellt werden, sind beispiellos“, sagte Alice Eymard-Duvernay, zuständig für Internationale Projekte beim WWF Schweiz. "Wir befürchten zudem, dass Queensland die Schutzgesetze weiter aufweicht, was den Empfehlungen der UNESCO widerspricht."

    Der WWF und AMCS riefen daher die Australische Regierung und die Regierung von Queensland zu einem sofortigen Moratorium auf: "Der Bau von größeren Projekten muss so lange gestoppt werden, bis es einen nachhaltigen Finanzplan für die Zukunft des Riffs gibt. Außerdem muss die Regierung einen Betrag von 500 Millionen australischer Dollar (384,35 Mio. Euro) versprechen, damit die Riffverschmutzung möglichst schnell eingedämmt werden kann."


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