Unpünktliche Bahn muss früher zahlen

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Für Österreichs Bahnkunden steigen die Chancen, bei (regelmäßigen) Zugverspätungen eine finanzielle Entschädigung zu erhalten. Der Nationalrat beschloss am Donnerstag einstimmig, dass es ab Juli für Jahreskartenbesitzer schon bei einer Pünktlichkeit unter 95 Prozent (bisher 90 Prozent) Geld zurück gibt. Beschlossen wurde auch die Einrichtung eines Fahrgastbeirats.
Bereits seit 2010 gilt, dass Pendler zehn Prozent des Kartenpreises zurückbekommen, wenn in einem Monat mehr als zehn Prozent der Züge auf ihrer Strecke unpünktlich sind. Nun werden die Kriterien nicht nur für die ÖBB, sondern für alle Bahnanbieter verschärft. Im Internet kann kostenlos geprüft werden, ob auf der jeweiligen Strecke der vorgegebene Pünktlichkeitsgrad tatsächlich erreicht wird.
Verkehrsministerin Bures zeigte sich erfreut, dass dieses Druckmittel wirkt, die Pünktlichkeit der Bahn liege nämlich schon jetzt bei 96 Prozent. Sie versprach, sich auch um die Einbeziehung der Monatskartenbesitzer kümmern zu wollen. Im Gesetz sei dafür grundsätzlich schon Vorsorge getroffen. Derzeit scheitere das Anliegen aber noch daran, dass diese Karten nicht personalisiert seien.
Ebenfalls neu ist der Fahrgastbeirat. Dieser kontrolliert nicht nur die Pünktlichkeit, sondern auch die Sauberkeit in den Zügen, den technischen Zustand und die Informationen für die Fahrgäste. Im Beirat vertreten sind die Schienen-Control, Arbeiter- und Wirtschaftskammer sowie Infrastruktur-, Sozial- und Wirtschaftsministerium.











