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    Zuletzt aktualisiert: 06.01.2013 um 08:03 Uhr

    Vier Tote bei Geiselnahme in US-Staat Colorado

    Bei einer Geiselnahme im US-Bundesstaat Colorado sind vier Menschen getötet worden - darunter auch der bewaffnete Täter. Er starb nach einem Schusswechsel mit der Polizei.

    Foto © APA

    Ein Polizist berichtete, der "bewaffnete und gefährliche" Mann habe sich gegen 03.00 Uhr Ortszeit mit seinen Geiseln verschanzt. Einer weiblichen Geisel sei schließlich die Flucht gelungen. Sie habe die Polizei verständigt. Die Beamten hätten Kontakt zu dem Mann bekommen, die Verbindung sei aber immer wieder abgebrochen worden, da sich der Geiselnehmer sehr "irrational" verhalten habe.

    Die Einsatzkräfte versuchten erst stundenlang vergeblich, den Mann zur Aufgabe zu bewegen. Spezialkräfte näherten sich dann in einem gepanzerten Fahrzeug dem Haus und setzten angeblich auch Tränengas ein, woraufhin der Verdächtige mehrfach auf das Fahrzeug geschossen habe. Keiner der Polizisten sei jedoch verletzt worden. Die Beamten hätten zunächst nicht zurückgeschossen. Als der Geiselnehmer jedoch später wieder aus einem Fenster auf die Polizisten schoss, erwiderten diese das Feuer und trafen den Mann tödlich.

    Als die Polizisten die Wohnung betraten, fanden sie die drei von dem Schützen getöteten Geiseln - zwei Männer und eine Frau. Sie waren vermutlich schon tot, bevor die Polizei am Tatort eintraf. Über das Motiv der Tat war zunächst nichts bekannt. Unklar war auch, um wen es sich bei den Opfern handelte. Allerdings dürften Täter, Opfer und die überlebende Frau wohl allesamt miteinander verwandt gewesen sein.

    In Aurora hatte der mutmaßliche Todesschütze James Holmes im vergangenen Juli in einem Kino während der Premiere des jüngsten "Batman"-Films zwölf Menschen erschossen und 58 weitere verletzt. Gegen den Studenten der Neurowissenschaften läuft derzeit ein Gerichtsverfahren, bei einer Verurteilung wegen Mords droht ihm die Todesstrafe.

    Die Tat hatte die Waffendebatte in den USA wieder angefacht. Die Diskussion intensivierte sich im Dezember nach dem Amoklauf in einer Volksschule im Staat Connecticut, wo der Schütze 20 Kinder und sechs Mitarbeiter der Schule tötete.

    Quelle: APA

    Fakten

    Die Stadt Aurora mit rund 300.000 Einwohnern hatte erst vor rund einem halben Jahr Schlagzeilen gemacht, als ein Amokläufer beim Überfall auf ein Kino zwölf zumeist junge Menschen erschoss. Rund 50 Menschen wurden damals verletzt, einige von ihnen schwer.

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