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    Zuletzt aktualisiert: 04.01.2013 um 15:43 UhrKommentare

    Suche nach Motiv nach Amokfahrt in Slowenien

    Foto © APA

    Am Tag nach der Amokfahrt eines 29-jährigen Autolenkers aus Deutschlandsberg in Slowenien war am Freitag das Motiv des Steirers, der sich eine Verfolgungsjagd über 30 Kilometer mit der Polizei geliefert hatte, weiter unklar. Der Mann sei bereits einvernommen worden, bestätigte der Pressesprecher der Behörde in Kranj, Bostjan Glavic, der APA.

    Der Sprecher wollte offiziell keinen Kommentar abgeben, was den Lenker dazu bewogen habe, sich einer Verkehrskontrolle zu entziehen und zu flüchten. Die Amokfahrt hatte mit einem schweren Unfall geendet. Bei der Autobahnausfahrt Bled/Lesce prallte der Wagen mit voller Wucht gegen eine Streife.

    Die Ergebnisse der Untersuchungen auf Einfluss von Drogen oder Alkohol sollten noch am Freitag feststehen. Die Polizei soll im Wagen des Österreichers nichts Verdächtiges gefunden haben. Die in einigen Medienberichten geäußerte Vermutung, dass der 29-jährige Steirer an einer psychischen Krankheit leiden könnte, dürften sich ebenfalls bestätigt haben: "Der Verursacher des Unfalls war schon zuvor in einer psychiatrischen Anstalt untergebracht und ist dort behandelt worden. Dorthin wird er auch überstellt werden", sagte der Leiter der Traumatologie im Spital von Jesenice, Matej Andoljsek.

    Die Überstellung, die mit der österreichischen Botschaft in Ljubljana koordiniert werde, soll demnach bereits am Freitag, spätestens aber Samstag früh, erfolgen, so der Arzt. Inoffiziellen Meldungen zufolge soll der Steirer in die psychiatrische Klinik nach Graz gebracht werden. Seine Verletzungen - ein gebrochenes Handgelenk sowie Prellungen - würden den Transport erlauben.

    Den beiden Polizisten, die bei dem Unfall schwer verletzt worden waren – einer der Beamten wird wegen Kopfverletzungen (Hirnblutung) auf der Intensivstation behandelt - gehe es besser, betonte Andoljsek. Sie erhielten am Freitag Besuch von Innenminister Vinko Gorenak und Polizeigeneral Stanislav Veniger.

    Ein Sprecher der slowenischen Polizei betonte, dass die Überstellung des 29-jährigen Steirers nach Österreich keine Auswirkungen auf die ihm drohenden Verfahren in Slowenien habe. Ihm wird sowohl der Angriff auf einen Beamten als auch Widerstand gegen die Staatsgewalt vorgeworfen.

    Quelle: APA

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