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    Zuletzt aktualisiert: 01.01.2013 um 14:13 UhrKommentare

    Milliarden Menschen feierten das Jahr 2013

    Milliarden Menschen haben rund um den Erdball das neue Jahr begrüßt. Spektakuläre Feuerwerke erleuchteten unter anderem das Brandenburger Tor, die Oper von Sydney und den Roten Platz. In Wien lockte der 23. Silvesterpfad tausende Menschen in die City.

    Am Times Square in New York wurde groß gefeiert

    Foto © ReutersAm Times Square in New York wurde groß gefeiert

    Rund 790.000 Menschen zogen in der Nacht auf Dienstag feiernd durch die WIENER Innenstadt. Bei optimalem Wetter wurde den Besuchern auf dem Wiener Silvesterpfad ein umfangreiches Showprogramm, zahlreiche Getränke- und Imbissoptionen sowie gleich zwei Feuerwerke geboten. Der Auftakt erfolgte bereits um 14.00 Uhr - um 2.00 Uhr war die Party schließlich vorbei. Highlights des Festes waren Live-Auftritte von Julian le Play oder Coshiva, eine Karaoke-Show, die DJs auf der Kärntner Straße, Kuba-Klänge auf der Freyung, die Übertragung der "Fledermaus" auf den Karajan-Platz, einen Rad-Stunt sowie natürlich die Feuerwerke und das kollektive Walzertanzen am Stephansplatz.

    "Gangnam-Style" in Berlin

    In BERLIN feierten nach Veranstalterangaben mehr als eine Million Menschen vor dem Brandenburger Tor dem neuen Jahr entgegen. Auf Deutschlands größter Silvesterparty hüpfte eine Menschenmenge ausgelassen den "Gangnam-Style" und sang vor der Konzertbühne zu den Livesongs von Bonnie Tyler, Oceana, den Pet Shop Boys und Jürgen Drews. Um Mitternacht startete das bebende Herz von Berlin mit einem zehnminütigen Feuerwerk ins Jahr 2013.

    Die größten Silvester-Partys GROSSBRITANNIENS gab es in London und Edinburgh, wo Hunderttausende Menschen ins neue Jahr feierten. In der britischen Hauptstadt bewunderten rund eine viertel Million Menschen das Feuerwerk über der Themse. Im schottischen Edinburgh hatten die Feiern zum traditionellen Hogmanay bereits am Sonntag mit einem Fackel-Umzug begonnen. In der Silvesternacht gab es dann ein Pop-Konzert.

    Der Nachthimmel über dem Opernhaus in Sydney leuchtete schon um 14.00 Uhr MEZ, als AUSTRALIEN den ersten Tag des neuen Jahres beging. Mehr als eine Million Besucher waren dabei. Popstar Kylie Minogue trat auf und mehr als sieben Tonnen Feuerwerk explodierten über der berühmten Oper der Millionenstadt.

    Party auf dem Roten Platz

    Wenige Zeitzonen weiter, in JAPAN und CHINA, ging es in der Neujahrsnacht etwas ruhiger zu. Der Jahreswechsel wird in China traditionell erst während des Frühlingsfestes gefeiert. In Tokio und anderen Städten hielten Geistliche Rituale in Schreinen und Tempeln ab - rund 100 Millionen Menschen werden dort in den kommenden drei Neujahrstagen um Gesundheit und Erfolg bitten.

    Party derweil in RUSSLAND: Auf dem Roten Platz haben zahllose Menschen in Moskau das neue Jahr begrüßt. Traditionell läutete die Uhr am Spasski-Turm des Kreml das neue Jahr ein. Minutenlang explodierten allein am Kreml etliche Raketen im Himmel über der russischen Hauptstadt und bildeten mit den Zwiebeltürmen eine märchenhafte Kulisse. Nachdem es tagsüber stark geschneit hatte, blieb es um Mitternacht bei etwa minus acht Grad aber trocken.

    Ein als Väterchen Frost verkleideter Mann lief in KIRGISTAN mit Gefolge durch die Straßen, in Johannesburg in SÜDAFRIKA ging es beim jährlichen Karneval am 31. Dezember bunt zu. Das erste öffentliche Silvesterfest fand in BURMA statt: Zehntausende junge Menschen feierten in Rangun ausgelassen zu Rockmusik und Tanz. Bisher hatte das Militärregime die Feiern stets verboten.

    Auch im Nahen Osten haben zahllose Menschen das neue Jahr mit Spektakel und Partys willkommen geheißen. Ein buntes Feuerwerk tauchte im Golfemirat DUBAI das höchste Gebäude der Welt in Rot, das 828 Meter hohe Burj Khalifa. In AFGHANISTAN feierten Soldaten der NATO: In ihrem Hauptquartier in Kabul tanzten um Mitternacht Angehörige der ISAF-Mission beschwingt in das Jahr 2013. Trotz der Partystimmung trugen sie häufig Uniform und schwere Waffen.

    Absagen nach Tragödie

    In INDIEN fielen dieses Jahr viele Silvesterpartys aus. Der Tod eines 23 Jahre alten Vergewaltigungsopfers überschattet das Land. Mehrere Discos in Neu Delhi sagten ihre traditionellen Feste ab. In den vergangenen Tagen waren Tausende Inder zu Protesten auf die Straße gegangen, nachdem die Frau von mehreren Männern geschlagen und vergewaltigt worden war. Statt Partys gab es Kerzenmahnwachen.

    Stiller Jahreswechsel ebenso in FRANKREICH: Ohne Böller und Feuerwerk hat das neue Jahr in Paris begonnen. Pyrotechnik ist in der französischen Hauptstadt seit Jahren verboten. In diesem Jahr gab es aus Sicherheitsgründen zudem auch kein Großfeuerwerk am berühmten Eiffelturm. Dennoch strömten bei ungemütlich-regnerischem Wetter Tausende in die zentralen Arrondissements.

    Ähnlich spektakulär wie in Sydney soll es am Copacabana-Strand in BRASILIEN zugehen. Hauptattraktion einer der weltweit größten Silvesterpartys wird das 16-minütige Feuerwerk über Rio de Janeiro sein. Zwei Millionen Menschen wurden dazu erwartet.

    Startschuss auf Samoa

    Weniger laut geht es in NEW YORK zu. Feuerwerk wird zum Nationalfeiertag abgebrannt, zu Silvester ist es unüblich. Am Times Square versammeln sich traditionell rund eine Million Menschen, doch Alkohol bleibt in der Öffentlichkeit verboten. 2013 beginnt in New York um 6.00 Uhr MEZ am Dienstag. Das Schlusslicht bildet HAWAII, wo es erst um 11.00 Uhr MEZ heißt: Happy New Year.

    Die ersten, die ins neue Jahr rutschten, waren die Einwohner auf SAMOA und den LINIE-INSELN im Pazifik. Samoa hatte erst im vorigen Jahr Zeitgeschichte geschrieben. Die Bewohner gehörten zuvor zu den letzten, die das neue Jahr begrüßten. Am 29. Dezember 2011 sprangen sie über die Datumsgrenze, indem sie die Uhr 24 Stunden vorstellten.

    Zu einem Zwischenfall kam es bei der Neujahrsfeier in der serbischen Hauptstadt Belgrad, wo ein Unbekannter sieben Menschen mit einem Messer verletzte. Vermutlich handelte es sich bei dem Täter um einen geistig instabilen Menschen, sagte ein Polizeivertreter. Die große Menschenmenge behinderte die Suche. Medienangaben zufolge sollten drei der sieben Verletzten operiert werden.

    Tragisch endete eine Silvesterfeier in der westafrikanischen Republik Elfenbeinküste. Bei einem Gedränge kamen mindestens 60 Menschen ums Leben gekommen. Bei dem Unglück soll es zudem mehr als 200 Verletzte gegeben haben.

    Zwei Tote und 120 Verletzte in Neapel

    Traurige Bilanz der Silvesterknallerei in Italien: Beim traditionellen Feuerwerk sind zwei Personen ums Leben gekommen, 120 wurden verletzt. In Pontelatone nördlich von Neapel wurde ein 52-Jähriger bei der Explosion eines Böllers getötet. Ein 49-Jähriger kam in der Provinz Benevento südlich von Neapel ums Leben, nachdem eine Rakete ihn mitten ins Gesicht traf.

    Allein in Neapel und Provinz wurden 82 Menschen verletzt, darunter zwölf Minderjährige. Mehrere Menschen wurden in ganz Italien von Querschlägern getroffen. In Rom wurden 30 Menschen verletzt, zehn davon schwer. Vier Personen musste die Hand amputiert werden, berichteten italienische Medien am Neujahrstag.

    Obwohl die Behörden in den vergangenen Tagen in allen Medien eindringliche Aufrufe zur Vorsicht verbreitet hatten, veranstalteten die meisten italienischen Familien wie in jedem Jahr ein ohrenbetäubendes Feuerwerk, bei dem auch mit Pistolen und Gewehren geschossen wurde. Neapel gilt als Hauptstadt der Silvesterböller. Kurz vor Jahreswechsel floriert im Großraum der Vesuvstadt traditionell der Schwarzmarkt mit illegalen Knallern, die oft große Mengen Pulver enthalten und gegen die Sicherheitsbestimmungen verstoßen.

    Die italienischen Behörden führen schon seit Jahren Kampagnen gegen illegale Böller. Mehrere Gemeinden haben die Silvesterknallerei verboten. Seit 2008 sind bei Unfällen mit Knallkörpern sieben Personen gestorben und Tausende Menschen verletzt worden.


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