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    Zuletzt aktualisiert: 27.12.2012 um 18:26 UhrKommentare

    Wiener Raser starb an allergischer Reaktion

    Vor eineinhalb Monaten starb der Wiener Oliver D. nach einer wilden Verfolgungsjagd von Graz nach Slowenien. Todesursache soll nun doch keine Beruhigungsspritze, sondern eine allergische Reaktion auf Tränengas gewesen sein.

    Foto ©

    Eineinhalb Monate, nachdem der 43-jähriger Oliver D. nach einer Verfolgungsjagd von Graz nach Slowenien in einem slowenischen Krankenhaus gestorben ist, wurde nun die Todesursache bekannt gegeben. Der Wiener Autolenker dürfte wegen einer allergischen Reaktion ums Leben gekommen sein, die höchstwahrscheinlich von dem angewendeten Tränengas ausgelöst wurde, wie die Polizei in Murska Sobota am Donnerstag mitteilte.

    Grund dürfte Tränengas gewesen sein

    Die Obduktion war vom Gerichtsmedizinischen Institut in Ljubljana durchgeführt worden. "Aus dem Obduktionsbericht geht hervor, dass bei dem Verstorbenen, der Allergiker war, der Tod wegen einer anaphylaktischen Reaktion eingetreten ist", zitierte die Polizei. Diese allergische Reaktion sei aller Wahrscheinlichkeit nach eine Folge des angewendeten Tränengas gewesen.

    Das Gas wurde bei der Festnahme im November eingesetzt, als der Wiener nach einer wilden Verfolgungsjagd erst bei einer mit Lastwagen errichteten Straßensperre gestoppt werden konnte. Um den Mann aus seinem Auto zu bekommen, mussten die Beamten die Scheiben einschlagen und Tränengas einsetzen.

    Ursprünglich wurde vermutet, dass der Wiener nach Verabreichung einer Beruhigungsspritze im Spital in Murska Sobota gestorben war, wo er nach der Festnahme wegen seines schlechten psychischen Zustands und wegen kleinerer Verletzungen eingeliefert wurde. Das Krankenhaus hat diese Vermutungen später als Falschmeldung zurückgewiesen und erklärt, dass dem Mann keine Beruhigungsmittel verabreicht worden seien.

    Oliver D., der beim Eintreffen nach Angaben des Spitals verwirrt, desorientiert und aggressiv gewesen war, hatte binnen weniger als fünf Minuten das Bewusstsein verloren. Nach 45 Minuten haben die Ärzte die Reanimation eingestellt, hieß es damals aus dem Krankenhaus.

    Grund für Flucht weiterhin unklar

    Nach wie vor bleibt es unklar, was den 43-Jährigen dazu brachte, sich auf eine Verfolgungsjagd mit der Polizei von Graz nach Slowenien einzulassen. Ursprünglich wollten die österreichischen Beamten den Wiener lediglich identifizieren, nachdem er in einer Siedlung in Graz auf sich aufmerksam gemacht hatte, indem er laut hupte und im Stand Vollgas gab. Nach kurzem Kontakt mit der Polizeistreife begann die halsbrecherische Flucht zunächst durch Graz und später durch Slowenien. Der Wiener durchbrach bzw. umfuhr mehrere Polizeisperren, ehe er an einer Raststätte vor der Grenze zu Ungarn gestoppt und festgenommen werden konnte.


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