Über zwei Millionen junge Chinesen sind internetsüchtig
Zu wenig Abwechslung an Schulen und zu Hause treiben immer mehr Kinder und Jugendliche vor die Bildschirme.

Foto © APImmer mehr Kinder in China geben sich virtueller Realität hin
China hat Medienberichten zufolge die
größte Zahl an internetsüchtigen Jugendlichen weltweit. Von 18,3
Millionen jungen Internetnutzern seien über zwei Millionen abhängig,
berichtete am Mittwoch die staatliche Zeitung "China Daily" unter
Berufung auf eine jüngste Studie.
Junge Kinder. Vor allem "brave Kinder, die ihre Eltern und Lehrer
beeindruckten", seien anfällig für die Verlockungen des Internets.
Verglichen mit westlichen Ländern seien die Süchtigen bis zu zehn
Jahre jünger, zitierte die Zeitung Gao Wenbin, Psychologe an der
Chinesischen Akademie der Wissenschaften.
Kein Ventil für Energie. Als Ursache sieht Gao zu wenig Abwechslung an den Schulen und
daheim. "Natürlich wenden sie sich der virtuellen Welt zu, wenn sie
kein Ventil für ihre Energie zu Hause oder in der Schule finden",
sagte er. In illegalen Internet-Cafes seien die Jugendlichen oft
virtueller Gewalt und Verbrechen ausgesetzt. China hat bereits eine
Vielzahl von Vorschriften erlassen, um dem exzessivem Computerspielen
in Internet-Cafes Herr zu werden. Betreiber der Cafes müssen hohe
Geldstrafen zahlen, wenn sie Minderjährige zulassen.










