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    Zuletzt aktualisiert: 21.12.2012 um 18:57 UhrKommentare

    Trauertag eine Woche nach US-Schulmassaker

    Foto © APA

    Viele US-Bürger haben am Freitag der Opfer des Amoklaufs von Newtown eine Woche zuvor gedacht. Während die Fahnen im Regen auf halbmast wehten, schlugen Kirchenglocken langsam 26 Mal - für jedes Opfer in der Schule einmal. Der Streit um schärfere Waffengesetze ging unterdessen weiter. Die US-Waffenlobby tritt nach dem Amoklauf in Newtown für einen bewaffneten Schutz von Schulen ein.

    Am Freitag der vergangenen Woche hatte ein 20-Jähriger zunächst seine Mutter erschossen, bevor er in die Volksschule des Städtchens eindrang. Hier tötete er sechs Frauen und 20 Kinder. Die ältesten Schüler waren sieben Jahre alt. Der Täter erschoss sich später selber.

    An der Schweigeminute beteiligte nach Angaben des Weißen Hauses auch Barack Obama. Der Präsident hatte am Sonntag die Familien der Opfer besucht und ihnen Trost zugesprochen. In einer Rede auf einer Trauerfeier danach hatte er Aktionen angekündigt, um solche Tragödien künftig auszuschließen.

    Die US-Waffenlobby will bewaffneten Schutz von Schulen. Das sagte der Vizechef der mächtigen National Rifle Association NRA, Wayne LaPierre, am Freitag in Washington bei der Pressekonferenz. Die NRA sei bereit, beim Training für entsprechende Programme zum Schutz von Schulkindern mitzuhelfen.

    LaPierre wandte sich gegen strengere Gesetze zum Erwerb von Schusswaffen in den USA. Solche Gesetze würden nichts bringen. "Das einzige, was einen schlechten Menschen mit einer Waffe stoppt, ist ein guter Mensch mit einer Waffe", so LaPierre weiter.

    Bei dem Presseauftritt, wo Journalisten keine Fragen stellen durften, kam es zu einem Zwischenfall. Ein Mann hielt ein Spruchband mit den Worten "Die NRA tötet unsere Kinder" vor den Sprecher. Andere Demonstranten riefen: "Die NRA hat Blut an den Händen."

    Quelle: APA

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