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    Zuletzt aktualisiert: 08.12.2012 um 09:12 UhrKommentare

    Tod von Krankenschwester: Moderatoren "schockiert"

    Eine Londoner Krankenschwester, die auf einen Telefonstreich zweier Radiomoderatoren hereingefallen war und Auskunft über die schwangere Herzogin Kate erteilte, wurde tot aufgefunden. Sie dürfte Selbstmord begangen haben. Die zwei Moderatoren sind "zutiefst schockiert".

    Eigentümer des Radiosenders 2Day FM, Rhys Holleran, bei einer Pressekonferenz in Melbourne

    Foto © ReutersEigentümer des Radiosenders 2Day FM, Rhys Holleran, bei einer Pressekonferenz in Melbourne

    Die für einen Telefonstreich in Herzogin Kates Londoner Krankenhaus verantwortlichen Radiomoderatoren haben sich schockiert über den Tod der Krankenschwester gezeigt, die ihnen Auskunft über den Zustand der Herzogin gegeben hatte. Mel Greig und Michael Christian seien "zutiefst schockiert" über den Tod von Jacintha Saldanha, teilten das Medienunternehmen SCA und der Sender 2Day FM aus Sydney am Samstag auf ihrer Facebook-Seite mit. Die Moderatoren würden "aus Respekt für das, was nur als Tragödie bezeichnet werden kann, bis auf Weiteres nicht mehr die Radiosendung moderieren".

    Saldanha war am Freitag in London tot aufgefunden worden. Sie war am Mittwoch auf einen Anruf hereingefallen, bei dem sich Greig und Christian als Königin Elizabeth II. und Prinz Charles ausgaben und nach dem Befinden der wegen Schwangerschaftsübelkeit im Krankenhaus behandelten Kate erkundigten.

    In der Stellungnahme bekundeten der Sender und das Medienunternehmen ihr "tiefes Mitgefühl" mit der Familie der Krankenschwester, die seit vier Jahren im König-Edward-VII.-Krankenhaus gearbeitet hatte. Britischen Medienberichten zufolge beging die Frau Selbstmord. Die Polizei machte vorerst keine Angaben zur Todesursache, erklärte jedoch, nicht von einem Fremdverschulden auszugehen.

    Bis Samstagmorgen australischer Zeit standen mehr als 8300 Kommentare zu dem Telefonstreich auf der Facebook-Seite von 2Day FM. In ihnen hieß es, Greig und Christian trügen "Blut an den Händen". Einige erinnerten an den tragischen Unfalltod der stets von Reportern verfolgten Mutter von Prinz William. Offenbar hätten die Medien aus Prinzessin Dianas Tod von 1997 keine Lehren gezogen, hieß es in einem Kommentar. "Eine britische Krankenschwester ist für ein paar billige Lacher gestorben", hieß es in einem anderen Eintrag. "Schämt Euch!"


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