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    Zuletzt aktualisiert: 05.12.2012 um 14:08 UhrKommentare

    Cybercrime stark angestiegen

    Der Kriminaljahresrückblick 2012 verzeichnet relativ stabile Zahlen bei Tötungsdelikten und weist auf zahlreiche spektakuläre Überfälle auf Juweliere und Banken hin. Die größten Steigerungsraten werden beim Cybercrime vermeldet: Der Anstieg beträgt bis zu 400 Prozent.

    Foto © Fotolia / fusolino

    Ein Anwalt, dem seine Ostgeschäfte zum Verhängnis wurden. Ausgeraubte Juweliere. Verspätung der Schnellbahn, weil Diebe Leitungen auf den Bahngleisen abmontiert haben. Und die im Internet bestellte Ware, die bezahlt, aber nie geliefert wird. Das waren die kriminellen Aufreger des Jahres 2012. Aus statistischer Sicht fällt auf, dass es beim Cybercrime Steigerungsraten bis zu 400 Prozent gibt.

    So sehen die statistischen Entwicklungen beim Delikt Mord alles andere als aufregend aus. 2011 gab es in Österreich 166 Morde und Mordversuche, bisher Schlusspunkt eines kontinuierlichen Anstiegs ab dem Jahr 2008. Einer der spektakulärsten Fälle heuer war der Mord an dem Wiener Wirtschaftsanwalt Erich Rebasso, den das Wiener Landeskriminalamt zu bearbeiten hatte. Ermittlungen dazu führten nach Russland.

    Das Bundeskriminalamt nahm sich neben aktuellen Fällen auch weiter lange zurückliegende Causen vor. Julia Kührer und Heidrun Wastl, eine seit 2001 vermisste Kindergartenhelferin aus Wiener Neustadt, in deren Fall ein Verdächtiger in Haft sitzt, sind zu nennen.

    In Sachen Raub sind die nackten Zahlen wenig aussagekräftig. Bei den Anzeigen nach Paragraf 142 StGB (Raub) war in den ersten neun Monaten österreichweit sogar ein leichter Rückgang gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011 zu verzeichnen, beim Paragraf 143 (schwerer Raub) war es ein Anstieg um 8,3 Prozent. Doch das sagt wenig über das tatsächliche Geschehen aus.

    Überfälle auf Juweliere

    Denn zu den spektakulärsten Straftaten des Jahres 2012 zählten zweifellos die Überfälle auf Juweliere, von denen in Österreich in den ersten neun Monaten mit 22 um acht mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres registriert wurden. Viele davon sollen auf das Konto einer aus Serbien und Montenegro stammenden, weltweit agierenden Bande, den "Pink Panthern", gehen.

    Auch Buntmetalldiebe waren 2012 wieder am Werk. In den ersten neun Monaten 2012 wurden 1.182 Anzeigen registriert, im ganzen Jahr 2011 waren es 1.569. Laut Polizei ist bei der Zahl der Fälle eindeutig eine Korrelation mit dem Weltmarktpreis für Kupfer gegeben. Vom 1. September bis 18. November wurden 96 Verdächtige festgenommen und 49 Kupferdiebstähle geklärt.


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