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Zuletzt aktualisiert: 02.12.2012 um 09:26 Uhr

Wegen Partylärms: Nachbar eröffnete Feuer

Die Geburtstagsparty der Nachbarn war ihm zu laut: Mit einer kleinkalibrigen Waffe eröffnete ein Mann im südfranzösischen Sète das Feuer auf die Gäste. Zwei Menschen starben, zwei weitere wurden schwer verletzt. Eine Frau schwebt noch in Lebensgefahr.

Foto © Reuters

Weil ihm die Geburtstagsparty seiner Nachbarn zu laut war, hat ein Mann in Frankreich das Feuer eröffnet und mindestens zwei Menschen getötet. Zwei weitere Partygäste wurden in der südfranzösischen Hafenstadt Sète schwer verletzt, eine Frau schwebte am Wochenende noch in Lebensgefahr. Bei dem Täter handelte es sich um einen Schießausbildner. Er wurde festgenommen und kam in Untersuchungshaft.

Ersten Ermittlungen zufolge ging der 49-Jährige in der Nacht auf Samstag zu der Wohnung unter ihm, in der eine Geburtstagsparty stattfand. Er forderte die Feiernden auf, die Musik leiser zu drehen. Als diese ablehnten, drohte er: "Ich komme wieder und bring' euch um." Gegen 02.00 Uhr in der Früh kehrte er tatsächlich zurück und eröffnete aus einer kleinkalibrigen Waffe das Feuer auf die Anwesenden.

Insgesamt befanden sich in der Wohnung sechs Erwachsene und ein schlafendes Kind. Der Polizei zufolge schoss der Mann auf die Feiernden "wie auf Hasen" und stellte ihnen im Gang und auf der Straße nach. Das Kind und ein Paar, das sich unter einem Tisch versteckte, blieben unverletzt. Die anderen vier Partyteilnehmer - drei Männer und eine Frau - wurden schwer getroffen, zwei von ihnen starben später im Krankenhaus. Bei den Todesopfern handelte es sich um den 36-jährigen Mieter der Wohnung, in der gefeiert wurde, und einen 42-jährigen Gast. Die verletzte Frau schwebte zunächst noch in Lebensgefahr.

Die Polizei stellte den Täter in seiner Wohnung, in die er nach der Tat zurückgekehrt war. Die Beamten waren von einem der verletzten Partygäste alarmiert worden. Dieser konnte noch per Handy einen Notruf absetzen, bevor er zusammenbrach.

In der Wohnung des Schießausbildners fand die Polizei neben der Tatwaffe fünf weitere Waffen sowie 5.000 Schuss Munition. In Polizeigewahrsam gab der Mann an, Schlafmittel zu nehmen, weil er nicht mehr zur Ruhe komme. Seit 18 Monaten müsse er wegen seines Jobs jeweils um 04.00 Uhr in der Früh aufstehen.

Quelle: APA

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