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    Zuletzt aktualisiert: 17.11.2012 um 13:44 UhrKommentare

    Mutter verhinderte Pläne für weiteres Kino-Blutbad

    In den USA hat ein 20-Jähriger ein Massaker geplant. Vorbild dafür war das Blutbad während einer "Batman"-Vorführung in Colorado. Die Mutter des Mannes hat schließlich die Polizei informiert, die den 20-Jährigen verhaftete.

    Foto © Reuters

    Dank der Aufmerksamkeit einer Mutter hat die Polizei im US-Bundesstaat Missouri möglicherweise ein Blutbad nach dem Vorbild des Amoklaufs bei einer "Batman"-Kinovorstellung in Colorado verhindert. Wie am Freitag aus Gerichtsdokumenten hervorging, nahmen die Ermittler der Kleinstadt Bolivar am Vortag einen 20-Jährigen fest. Seine Mutter hatte der Polizei gesagt, dass er ähnliche Waffen gekauft habe wie der "Batman"-Todesschütze.

    Nach der besorgniserregenden Aussage der Mutter fanden Polizeibeamte den 20-Jährigen am Donnerstag in einem Fast-Food-Restaurant. Er sei widerstandslos mit zur Polizeiwache gekommen, hieß es in den Gerichtsakten. Dort habe er zunächst angegeben, er habe die Waffen zum Jagen gekauft. Als die Beamten ihn schließlich darauf ansprachen, dass er einiges mit Amokläufern der jüngsten Zeit gemeinsam habe, habe L. schließlich zugegeben, Mordabsichten zu haben.

    Der junge Mann, der nach Angaben seiner Mutter seine Psychopharmaka abgesetzt hatte, beschrieb sich in dem Verhör selbst als "ruhig, eine Art Einzelgänger", wie ein Polizist in den Akten festhielt. Er wollte demnach zunächst während der Kino-Vorstellung des neuen "Twighlight"-Films am Wochenende in Bolivar ein ähnliches Massaker verüben wie James Holmes. Dieser hatte in der Nacht auf den 20. Juli in einem Kino in Aurora im Bundesstaat Colorado während der Premiere des jüngsten "Batman"-Films zwölf Menschen erschossen und 58 weitere verletzt.

    Der Verdächtige überlegte sich den Akten zufolge jedoch schließlich, die Schießerei in den Walmart-Supermarkt seiner Heimatstadt zu verlegen, da er dort an zusätzliche Munition gekommen wäre und somit noch mehr Menschen hätte töten können. Er habe geplant, wahllos um sich zu schießen und sich zu ergeben, sobald die Polizei eintreffe. Der 20-Jährige hatte nach eigener Aussage schon 400 Schuss Munition gekauft und am Dienstag erstmals in seinem Leben Schießen geübt.

    Er war laut Polizei 2009 schon einmal festgenommen worden, weil er damit gedroht hatte, einen Angestellten des Supermarkts zu erstechen. Nun wurde ein Verfahren, unter anderem wegen einer terroristischen Drohung und Angriffs, gegen ihn eingeleitet. Gegen Holmes läuft derzeit ein Gerichtsverfahren, bei einer Verurteilung wegen Mordes droht ihm die Todesstrafe.


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