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    Vier Kinder von Schleppern in Bayern ausgesetzt "Die Hoffnung geben wir nicht auf, bis wir ihn finden" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Chronik Nächster Artikel Vier Kinder von Schleppern in Bayern ausgesetzt "Die Hoffnung geben wir nicht auf, bis wir ihn finden"
    Zuletzt aktualisiert: 16.11.2012 um 16:37 UhrKommentare

    Experte: "Anklage war für Tudjman"

    Nach den Freisprüchen für die kroatischen Ex-Generäle Ante Gotovina und Mladen Markac sind sich kroatische Experten darüber einig, dass die Anklage eine falsche These verfolgt hatte.

    Foto © APA

    Der kroatische Anwalt Anto Nobilo etwa erklärte am Freitag, dass die Freisprüche logisch seien, da die Anklage nicht auf ihre Verantwortung als Befehlshaber oder auf Tötungen, Verbrennungen und Plünderungen gelautet habe, sagte Nobilo der Agentur Andolijo, wie die bosnische Zeitung "Nezavisne Novine" meldete.

    "Diese Anklage war offensichtlich für den (damaligen Präsidenten) Franjo Tudjman und (den damaligen Verteidigungsminister) Gojko Susak kreiert worden", so Nobilo. Bei einem Treffen auf der kroatischen Insel Brioni hatte die kroatische Staatsspitze die Militäraktion Oluja geplant, Gotovina war dabei anwesend. Die Anklage sah darin den Tatbestand einer kriminellen Unternehmung gegeben. "Die Anklage hat auch alles auf den 'übermäßigen Granatenbeschuss' gesetzt", so Nobilo. Diesen habe es aber praktisch nicht gegeben.

    Kroatien als Staat verantwortlich

    Dass die Generäle für Kriegsverbrechen nicht verantwortlich seien, heiße nicht, dass es Kroatien als Staat nicht sei, so Nobilo weiter. Die Freisprüche hätten auch einen positiven Effekt auf die Politik in Kroatien, ist Nobilo überzeugt. Denn wäre es zu einer rechtskräftigen Verurteilung gekommen, hätte die Kirche die aufgeschaukelten Veteranen dafür genützt, die sozialdemokratische Regierung zu schwächen, so Nobilo.

    Zur Begründung der Freisprüche am Freitag hatte das Tribunal erklärt, das erste Urteil habe auf der Annahme beruht, alle Geschoße, die mehr als 200 Meter von militärischen Zielen entfernt in von Serben bewohnten Gebieten einschlugen, seien als Angriffe auf Zivilisten zu bewerten. Dies sei eine "fehlerhafte" Überlegung. Zudem urteilten die Richter, es habe kein "gemeinsames kriminelles Unterfangen" gegeben, "dessen Ziel die endgültige und gewaltsame Vertreibung serbischer Zivilisten aus der Region Krajina war".

    In erster Instanz waren Gotovina und Markac dagegn wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Kroatienkrieg zu 24 und 18 Jahren Haft verurteilt worden.


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