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    Zuletzt aktualisiert: 10.11.2012 um 15:21 Uhr

    Wiener nach Flucht mit Auto in slowenischem Spital gestorben

    Der 44-Jährige lieferte sich zuvor eine Verfolgungsjagd mit der steirischen Exekutive, die den Mann von Graz bis an die Grenze folgte. In Slowenien wurde der Mann von der Polizei verhaftet, er starb nach einer Spritze im Spital von Murska Sobota.

    Foto © APA/Privat

    Dramatisches Ende einer Verfolgungsjagd: Ein Wiener hat sich Samstag früh in Graz einer Polizeikontrolle entzogen und ist nach Slowenien geflüchtet. Nachdem der 44-Jährige nahe Maribor (Marburg) aufgehalten und festgenommen werden konnte, wurde ihm aufgrund seines aufgeregten Zustandes in einem Spital in Murska Sobota eine Beruhigungsspritze verabreicht, die für ihn tödlich endete. Jetzt wurde eine Obduktion angeordnet, sagte Innenministeriums-Sprecher Karl-Heinz Grundböck und bestätigte damit Informationen, die der Austria Presse Agentur vorlagen.

    Bei Routinekontrolle davongerast

    Der Wiener hat sich Samstag früh einer Routinekontrolle durch die Grazer Polizei entzogen und plötzlich Gas gegeben. Der 44-Jährige schaffte es, mit seinem Pkw aus der Stadt zu flüchten, rammte dabei auch ein Polizeiauto und raste über den Plabutschtunnel der Pyhrnautobahn (A9) Richtung Slowenien. Fast 80 Kilometer weit fuhr der Wiener vor der Polizei davon. Sogar eine Cobra-Einheit, die sich zufällig zur Vorbereitung auf den Staatsbesuch des mazedonischen Staatspräsident Gjorge Ivanov beim Grenzübergang Spielfeld aufhielten, unterstützte die steirischen Uniformierten und nahm ebenfalls die Verfolgung auf. In der Zwischenzeit wurden die slowenischen Kollegen über die rasante Flucht informiert.

    Straßensperre durchbrochen

    Nahe Maribor (Marburg) konnte der 44-Jährige, der in Slowenien sogar eine Straßensperre durchbrach, mit seinem Auto gestoppt und festgenommen werden. Die Beamten aus Slowenien übernahmen die Amtshandlung, sagte Grundböc. Bei der Festnahme waren die Polizisten aus Österreich auf Ersuchen ihrer slowenischen Kollegen noch anwesend, zogen sich danach jedoch zurück. Von österreichischer Seite waren laut Grundböck mehrere Streifen im Einsatz. Die slowenischen Beamten haben den Österreicher die Klinik nach Murska Sobota gebracht, wo ihm aufgrund seines aufgeregten Zustandes eine Beruhigungsspritze verabreicht wurde. Kurz nach Verabreichung des Medikaments verstarb der 44-Jährige. Eine Obduktion wurde angeordnet. Dabei soll auch geklärt werden, ob der Mann alkoholisiert war oder unter Drogen stand.

    Der Direktor der Polizei in Murska Sobota, Drago Ribas, bestätigte gegenüber der Austria Presse Agentur, dass der Wiener in das Spital in Murska Sobota und nicht wie ursprünglich berichtet nach Maribor gebracht wurde. Murska Sobota liegt rund 15 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Die Polizei will noch am Samstag eine Pressemitteilung herausgeben, für Dienstag sei eine Pressekonferenz geplant. Warum sich der Wiener der Polizeikontrolle in Graz entziehen wollte, war völlig unklar.


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