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Zuletzt aktualisiert: 02.11.2012 um 19:31 Uhr

Opa überrollte Enkel mit Gabelstapler

Jonas war mit seinem Laufrad genau in dem Moment hinter den Gabelstapler gerollt, als der Opa zurücksetzte. Mutter musste hilflos zusehen.

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Foto © Fotolia / bilderboxSujetbild

In der kleinen Gemeinde Ulrichsberg (Bezirk Rohrbach) ist die Trauer groß: Der erst zweijährige Jonas ist Freitagvormittag bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen.

Mit seinem älteren Bruder und seinem Cousin war der Bub, der im Jänner seinen dritten Geburtstag gefeiert hätte, mit dem Laufrad auf dem asphaltierten Vorplatz einer Halle auf dem Grundstück des Familienbetriebs - eines Sägewerks - herumgedüst. Seine Mama stand nur wenige Meter von ihm entfernt. Doch auch sie konnte das Unglück nicht verhindern, so die "Oberösterreichischen Nachrichten". Denn plötzlich fuhr Jonas hinter den Gabelstapler, mit dem sein Großvater gerade Holzpaletten schlichtete. Der 61-Jährige setzte das neun Tonnen schwere Gefährt genau in diesem Augenblick zurück. Der Bub hatte keine Überlebenschance: Der rechte Hinterreifen überrollte ihn im Bauchbereich.

Die Mutter lief sofort zu ihrem Sohn. Rettung, Notarzt und die Crew des Rettungshubschraubers "Europa 3" wurden alarmiert und versuchten eine Dreiviertelstunde, Jonas ins Leben zurückzuholen. Doch alle Versuche waren vergebens.

"Wissen S', das war einfach nur ein Drama. Jeder kennt sich und alle, auch die Helfer, hatten nur Tränen in den Augen", sagt ein Polizist. Jonas, sein älterer Bruder und die Eltern wohnen unmittelbar neben dem Familienbetrieb. Dort war erst vor zwei Monaten die Hälfte des Firmenareals einem Brand zum Opfer gefallen. Damals hatte der Juniorchef - der Onkel von Jonas - noch gemeint: "Die Hauptsache ist, dass wir heil davongekommen sind." Und jetzt dieser Unfall.

Die Familie wurde unmittelbar nach dem Unfall von einer Helferin des Kriseninterventionsteams (KI) des Roten Kreuzes betreut. "In so einer Situation kann man nicht viel sagen. Wichtig ist, Stabilität und in gewisser Weise Ruhe anzubieten. Wir versuchen, für die Familien da zu sein", meinte sie zu den OÖN.

Die Angehörigen stehen unter Schock, insbesondere der Großvater. "Der Zusammenhalt der Familie ist aber sehr groß", sagt ein Helfer.


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