Lipizzaner wurde Opfer eines Tierquälers
In der Nacht auf den 31. Oktober wurde einer 15-jährigen Lipizzaner-Stute mit einem Schlachtmesser schwere Schnittverletzungen zugefügt. Die verletzte Stute wurde erst am Nachmittag entdeckt und musste eingeschläfert werden.

Foto © ScheriauSujetbild
SULMECK-GREITH. Treibt ein Pferdeschlitzer wieder einmal sein Unwesen in der Steiermark? Diese bange Frage beschäftigt Reitstall- und Pferdebesitzer seit einem Vorfall, der sich in der Nacht auf Mittwoch in der Ortschaft Kopreinigg im Bezirk Deutschlandsberg abgespielt hat. Eine Lipizzanerstute musste eingeschläfert werden, weil ein Tierquäler sie mit einem Messer schwer verletzt hatte.
Der 44-jährige Besitzer betreibt eine kleine Landwirtschaft und hat drei Pferde auf einer Koppel neben der Landesstraße stehen. Als er Dienstagabend nach Hause kam, befanden sich die beiden Kälber im Freien - offenbar hatte jemand die Stalltür geöffnet. Weil er die Pferde noch auf der Koppel stehen sah, schaute der Weststeirer dort vorerst nicht nach.
Erst am nächsten Tag wunderte er sich, warum die 15 Jahre alte Lipizzanerstute noch immer nicht zur Fütterung gekommen war und teilnahmslos auf der Koppel stand. Er ließ Tierarzt Johann Wipplinger das Pferd anschauen. "Die Stute hatte eine Schnittverletzung im linken Achselbereich, etwa 40 Zentimeter lang und 25 Zentimeter tief", schildert der Veterinär. Die Verletzung deute auf ein Messer mit langer, scharfer Klinge hin. "Wenn man bedenkt, dass Pferdehaut bis eineinhalb Zentimeter dick ist, muss man da ordentlich zustechen."
Aufgrund des Alters des Tieres und der Schwere der Verletzung entschloss man sich zur Einschläferung. Zum Täter oder seinem Motiv gibt es derzeit keinerlei Hinweise. Die Polizei vermutet jedenfalls keinen Zusammenhang mit einer Serie ähnlicher Tierquälereien, die sich in den Jahren 2005 bis 2007 in der Steiermark zugetragen hatte.










