Nachrichtensturm auf Twitter & Co
Radiodurchsagen und TV-Warnungen - das war gestern. Behörden, Augenzeugen und Schaulustige liefern auf Twitter, Instagram und Tumblr ein detailliertes Bild aus dem Auge des Hurrikans. Präsident Barack Obama rief indes den Notstand für weite Teile der Ostküste aus.

Foto © Reuters/Port Authority Durch einen Liftschacht rauscht die Flut in eine Bahnstation in Hoboken (NJ) - zu sehen auf Twitter
Live-Ticker
Seit Tagen ersuchten US-Behörden und Medien, dass sich die Anwohner der US-Ostküste in Sicherheit bringen und die Akkus ihrer Smartphones rechtzeitig aufladen. Dramatische Bilder und Nachrichten über den Hurrikan Sandy erreichen die Welt nicht mehr alleine über die Fernsehkanäle, wo Reporter waghalsig gegen die Fluten ankämpfen. Sekundenaktuell geben Twitter, Facebook und Co. einen Überblick über die Ereignisse - trotz diverser Stromausfälle. Auf dem Fotokanal Instagramm werden in jeder Sekunde zehn Fotos mit den Hashtags #sandy oder #hurricansandy hochgeladen, wie Instagram-Geschäftsführer Kevin Systrom per E-Mail mitteilt.
Durch die Flut an Bildern richtete Instagram gemeinsam mit dem Blogger-Dienst Tumblr eine redaktionell betreute Übersichtsseite ein. Beobachter bekommen so einen unverblühmten und unverhofft echten Eindruck von einer Nacht, die zahlreiche User als "Stunden des Horrors" bezeichnen.
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Besonders der überflutete New Yorker FDR-Drive und die Freiheitsstatue sind beliebte und eindrucksvolle Motive. Doch gerade an diesen Orten herrscht laut Behörden besonders große Gefahr: Immer wieder werden die Menschen gewarnt, auf "Foto-Tour" durch die überfluteten Stadtteile zu gehen - natürlich über die sozialen Netzwerke.
Selbst überlastete Notrufstellen verweisen an die elektronischen Netzwerke - Hilferufe, Stoßgebete, Augenzeugenberichte und behördliche Anweisungen: Der Tropensturm "Sandy" ist in den sozialen Netzwerken das Thema Nummer eins.
New Yorker Bürgermeister twittert
Einstürzende Gebäude werden von der New Yorker Feuerwehr getwittert, über den Stand des Hochwassers in den U-Bahn-Schächten informiert die New Yorker Verkehrsbehörde MTA und das Büro des Bürgermeisters verbreitet elektronische Durchhalteparolen auf Twitter. Das Amerikanische Rote Kreuz erneuert alle dreißig Minuten die Karte über seine Evakuierungszentren und informiert darüber auf Facebook die User. Über Nacht wurde es ruhig in der Twittergemeinde, doch jetzt um die frühen Morgenstunden sind die Tweets zu #sandy unüberschaubar geworden.
Die Fotoberichte und News treiben jedoch auch ihre seltsamen Blüten: Haie ziehen in New Yorks Hintergärten ihre Runden, Taucher schwimmen angeblich durch eine New Yorker U-Bahn-Station - die unzähligen Fakes machen auch sofort die Runde. Wer sich selbst ein Bild machen will, kann das durch eine der zahlreichen Webcams machen.
Promis twittern gute Wünsche
Auch dafür ist Platz im Web: Die zurzeit tourende New Yorker Popsängerin Lady Gaga (26) hat sich während des Wirbelsturms "Sandy" verbunden mit Familie und Freunden daheim gezeigt. "Dieses Wasser, das Downtown flutet, während meine Freunde im Dunkeln sitzen, macht mich traurig", twitterte sie. "Ich liebe Dich, New York. Ich vermisse Dich, Mama, Papa, (Schwester) Natali und alle meine Freunde. Ich wäre gern bei Euch im Regen."
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NYC Mayor's Office auf Twitter
Mayor: Things have gotten tough, but we will get through this together, as New York City always does. #Sandy













