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Zuletzt aktualisiert: 30.10.2012 um 16:02 UhrKommentare

Barack Obama rief den Notstand aus

Das öffentliche Leben in Millionenmetropolen wie New York, Washington und Philadelphia kam zum Erliegen - Wirbelsturm "Sandy" hat die Ostküste der USA mit voller Wucht getroffen und mehr als ein Dutzend Menschen getötet. Barack Obama rief den Notstand aus.

New York unter Wasser

Foto © ReutersNew York unter Wasser

16.00 Uhr: Wirbel in ältestem AKW

Der Wirbelsturm "Sandy" hat Alarm im ältesten Atomkraftwerk der USA südlich von New York ausgelöst. Wegen eines bedrohlich ansteigenden Wasserspiegels gebe es eine Warnung im Kernkraftwerk Oyster Creek im Bundesstaat New Jersey, teilte die US-Atomaufsichtsbehörde NRC am späten Montagabend (Ortszeit) mit. Das Kraftwerk sei zu dem Zeitpunkt bereits abgeschaltet gewesen. Dienstag früh gab es zunächst keine weiteren Behördeninformationen.

15.00 Uhr: Lob für Obama - vom politischen Feind

Der republikanische Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, hat US-Präsident Barack Obama nach dem katastrophalen Wirbelsturm ausdrücklich für sein Krisenmanagement gelobt. "Ich will dem Präsidenten persönlich für all seine Hilfe danken, während wir uns von dem Sturm erholen", schrieb Christie im Kurznachrichtendienst Twitter mit Blick auf seinen politischen Widersacher.

Christie gilt als einer der wichtigsten Fürsprecher von Obamas Herausforderer im Präsidentschaftswahlkampf, Mitt Romney. Auch in Fernsehinterviews bekräftigte der Republikaner am Dienstag sein Lob: "Der Präsident hat ausgezeichnet gehandelt", sagte er. Obama hat als Regierungschef die Oberaufsicht über die nationalen Rettungsbehörden.

14.30 Uhr: "Sandy" aus dem All

"Google Crisis", ein Hilfsprojekt des Internet-Giganten, bietet eine aktuelle Übersichtsgrafik zur Lage an der US-Ostküste.

14.00 Uhr: Atommeiler abgeschaltet

Der Atommeiler Salem 1 am Delaware River im US-Bundesstaat New Jersey ist am Dienstag im Zusammenhang mit dem schweren Wirbelsturm "Sandy" abgeschaltet worden. Wie der Betreiberkonzern PSEG mitteilte, waren zuvor vier der sechs Wasserkreislaufpumpen ausgefallen. Der Nachbarreaktor in Hancocks Bridge arbeite normal.

13.15 Uhr: Nachrichtenflut online

Neben Informationen in den klassischen Medien wie Radio und Fernsehen haben sich Warnungen zum Hurrikan "Sandy" an der Ostküste der USA auch online über soziale Medien verbreitet. Die US-Katastrophenschutzbehörde FEMA rief Bürger explizit dazu auf, Online-Netzwerke zu nutzen: "Die Telefonleitungen könnten während Sandy überlastet sein. Informieren Sie Ihre Lieben per SMS oder mit einem Update in sozialen Netzwerken", twitterte die Behörde. Via Twitter und dem Fotodienst Instagram posteten auch viele User Bilder des Wirbelsturms.

12.30 Uhr: Obama ruft Notstand aus

US-Präsident Barack Obama hat am Dienstag für die vom Hurrikan "Sandy" schwer getroffenen Bundesstaaten New York und New Jersey den Notstand ausgerufen. Das teilte das Weisse Haus in Washington mit.

Die Entscheidung ermöglicht es den vom Sturm Betroffenen, Bundesgelder zu beantragen, etwa für den Wiederaufbau ihrer Häuser oder für die Unterbringung in Ersatzwohnungen. Im Bundesstaat New York waren 1,5 Millionen Menschen ohne Strom. In New York standen sieben U-Bahn-Tunnel unter Wasser. Nach dem Wirbelsturm "Sandy" entspannt sich in den ersten Teilen der schwer getroffenen Millionenstadt New York die Lage. Die Fluten wichen am Dienstag zurück. In dem weniger vom Unwetter geschädigten Stadtteil Harlem, wo in der Nacht das Wasser des Hudson River in Ufernähe knietief stand, blieb eine dünne Schlammschicht auf den Wegen zurück. Abgeknickte Äste lagen am Rand der Straßen. Anders als in den tiefer gelegenen südlichen Teilen der Insel Manhattan hatten die Menschen im nordwestlichen Teil Strom. Auch die Handynetze funktionierten dort.

12.10 Uhr: Schwerster Flut zieht sich zurück

Nach dem Wirbelsturm "Sandy" entspannt sich in den ersten Teilen der schwer getroffenen Millionenstadt New York die Lage. Die Fluten wichen am Dienstag zurück. In dem weniger vom Unwetter geschädigten Stadtteil Harlem, wo in der Nacht das Wasser des Hudson River in Ufernähe knietief stand, blieb eine dünne Schlammschicht auf den Wegen zurück. Abgeknickte Äste lagen am Rand der Straßen. Anders als in den tiefer gelegenen südlichen Teilen der Insel Manhattan hatten die Menschen im nordwestlichen Teil Strom. Auch die Handynetze funktionierten dort.

12.00 Uhr: Schwerster Sturm seit 30 Jahren

"Sandy" ist der erste richtig schwere Sturm in der laufenden US-Hurrikan-Saison. Die Versicherer brauchen Tage bis Wochen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Bisher kursieren daher nur erste Schätzungen zu den Schäden. Das US-Unternehmen Eqecat, das Risiken modelliert und früh das Ausmaß von Naturkatastrophen abschätzt, beziffert die Gesamtschäden auf zehn bis 20 Milliarden Dollar, wovon fünf bis zehn Milliarden versichert sein dürften. Damit könnte "Sandy" zu den teuersten Hurrikanen der vergangenen Jahrzehnte zählen.

Weil 2012 bisher aber viel weniger Naturkatastrophenlasten als in den vergangenen beiden Jahren anfielen, erwarten Analysten, dass die Assekuranzen dies locker aus eigener Kraft stemmen können. Die Allianz erhöhte sogar dank Verbesserungen in allen Sparten gerade die Prognose für den operativen Gewinn in diesem Jahr auf mehr als neun Milliarden Euro.

Es folgt ein Überblick über die schlimmsten Hurrikane seit 1980. Sie sind geordnet nach den Gesamtschäden. Die Daten stammen von der Münchener Rück, dem weltgrößten Rückversicherer. ~ Jahr Hurrikan Gesamtschaden versicherte Schäden Tote

11.45 Uhr: Wirtschaft lahmgelegt

Der Wirbelsturm "Sandy" hat die Versorgung der US-Ostküste mit Benzin, Diesel und Flugzeugtreibstoff nahezu lahmgelegt. Die Raffinerien an der Ostküste drosselten ihre Kapazitäten um fast 70 Prozent, wie die Betreiber am späten Montagabend mitteilten, als "Sandy" auf die Ostküste traf. Zudem sollte die Colonial Pipeline, die die Ostküste mit den Raffinerien an der Golfküste verbindet, auf ihrer Hauptverbindung nach Philadelphia und New York City geschlossen werden. Außerdem haben die meisten großen Häfen entlang des betroffenen Ostküstenabschnitts ihren Betrieb eingestellt. Rund eine Mio. Barrel täglich werden über die Häfen importiert.


Foto

Foto © Reuters

Bild vergrößernDer Sturm trifft auf Land: Atlantic City in New JerseyFoto © Reuters

"Sandy"

"Sandy" ist eine potenziell besonders gefährliche Mischung aus einem Winter- und einem Tropensturm: Vielen Gebieten droht Starkregen, andere müssen mit Schneemassen rechnen. Vom Auge des Sturms bis zu seinen letzten Ausläufern liegen mehr als 800 Kilometer - ein enormes Ausmaß, für das "Sandy" schon jetzt als historisch eingestuft und von vielen Amerikanern als "Monstersturm" gefürchtet wird. In der Karibik kostete "Sandy" mindestens 66 Menschen das Leben.

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