Jahrhundertsturm bedroht New York
Hurrikan "Sandy" rast auf die US-Ostküste zu. In New York steht der öffentliche Nahverkehr still, Büros, Schulen und die Börse bleiben geschlossen. Die Behörden evakuieren Hunderttausende. Für Washington rief Präsident Obama den Notstand aus.

Foto © ReutersNew York wappnet sich gegen die vorhergesagte Flutwelle
Ausnahmezustand an der US-Ostküste: Millionen Menschen warten voller Sorge auf den Hurrikan "Sandy", der in der Nacht auf Dienstag mit heftigen Regenfällen und meterhohen Flutwellen über die Region hereinbrechen sollte. Angesichts der Absage tausender Flüge drohte ein Verkehrschaos, in New York kam das öffentliche Leben zum Stillstand, auch die Börse bleibt am Montag geschlossen.
In New York begannen die Behörden am Sonntag damit, 375.000 Menschen aus tiefer gelegenen Gebieten in Sicherheit zu bringen. Für die Busse, U-Bahnen und Vorortzüge der Metropole, die sonst rund um die Uhr unterwegs sind, wurde ein Fahrverbot verhängt. Für Montag wurde das Hauptquartier der UNO ebenso geschlossen wie die New Yorker Börse. Womöglich werde die Wall Street auch am Dienstag geschlossen bleiben, teilte der Betreiber NYSE Euronext mit. Auch der elektronische Handel wurde ausgesetzt.
Tausende Flüge gestrichen
In der US-Hauptstadt Washington konnten die Mitarbeiter der Regierung zum Wochenbeginn zuhause bleiben. Für zwei Millionen Kinder fiel wegen Schulschließungen in sieben Staaten am Montag der Unterricht aus. Die Fluglinien strichen mehr als 7.400 Flüge, auch viele Transatlantikverbindungen waren betroffen. Die Kosten durch die Ausfälle könnten nach Angaben von Analysten mehre hundert Millionen US-Dollar betragen.
Neben Starkregen und Überschwemmungen warnten Meteorologen in höheren Lagen auch vor massiven Schneefällen. Die heftigen Winde könnten vor allem in ländlichen Gebieten die oberirdischen Stromleitungen zum Einsturz bringen und zu tagelangem Elektrizitätsausfall führen. "Sandy" dürfte demnach bis nach Ohio - also weit ins US-Landesinnere hinein - für Verwüstungen sorgen. Mehrere Staaten und die Hauptstadt Washington verhängten bereits den Notstand.
Der befürchtete Monstersturm bremste auch den Präsidentschaftswahlkampf aus. Sowohl Präsident Barack Obama als auch Herausforderer Mitt Romney sagten Termine ab, um den Sturm zu umgehen. Obama forderte seine Mitbürger auf, die Bedrohung durch den Hurrikan "sehr ernst" zu nehmen. Er ermahnte die Bewohner der Ostküste, die Anweisungen der Behörden in den kommenden Tagen genauestens zu befolgen.
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Flüge aus Wien abgesagt
Die AUA hat aufgrund des herannahenden Hurrikans "Sandy" ihre Montagsflüge vom Flughafen Wien an die US-Ostküste abgesagt. Weder der Flug nach Washington (10.25 Uhr) noch jener nach New York (10.30 Uhr) werden am morgigen Montag starten, sagte AUA-Sprecherin Patricia Strampfer am Sonntag auf APA-Anfrage. Auch die Rückflüge aus New York und Washington nach Wien fallen aus.













