Frau ignorierte Sperrlinie: vier Verletzte
Mutter, zwei kleine Kinder und entgegenkommender Lenker wurden bei Unfall leicht verletzt. Feuerwehr kritisiert rücksichtlose Verkehrsteilnehmer.

Foto © Feuerwehr St. VeitDie Feuerwehr brauchte fürs Aufräumen eine Stunde. Nachkommende Autofahrer rasten vorbei oder drehten um
Spektakulärer Unfall Donnerstagabend in St. Veit an der Glan: Eine 25-jährige Studentin aus Graz lenkte ihren Pkw, in dem sich auch ihre beiden drei- und sechsjährigen Söhne befanden, gegen 20 Uhr von einer Raststation kommend über die Auffahrt zum Industriepark auf die Klagenfurter Schnellstraße (S 37). Die Steirerin wollte eigentlich in Richtung Friesach fahren.
Plötzlich bemerkte die junge Frau, dass sie die falsche Auffahrt benutzt hatte. Sie wendete ihr Auto noch am Beschleunigungsstreifen und versuchte, über zwei Fahrstreifen der Schnellstraße und die doppelte Sperrlinie die Gegenfahrbahn zu erreichen. In diesem Bereich gibt es keine Straßenbeleuchtung, es herrschte völlige Dunkelheit.
Ausweichmanöver
Zur selben Zeit war ein 49-jähriger Meiseldinger mit seinem Wagen auf der S 37 mit rund hundert km/h in Richtung Klagenfurt unterwegs. Als der Mann den Pkw der Studentin auf dem Beschleunigungsstreifen bemerkte, wollte er noch ausweichen und der Frau das ungehinderte Ausweichen auf den ersten Fahrstreifen ermöglichen, indem er auf den zweiten Fahrstreifen wechselte. Doch die Grazerin querte unmittelbar vor dem herannahenden Fahrzeug die Straße. Der Kärntner prallte mit seinem Wagen frontal gegen die linke Seite des Autos der 25-Jährigen. Der Wagen der Frau wurde auf die Gegenfahrbahn geschleudert.
Rücksichtlos
Als die Freiwilligen Feuerwehren St. Veit und St. Donat am Unfallort eintrafen, wurden die vier Verletzten - alle hatten zum Glück nur leichte Blessuren davongetragen - bereits durch Notarzt und Sanitäter des Roten Kreuzes versorgt und anschließend ins Klinikum Klagenfurt gebracht. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden. Für die Aufräumarbeiten war die S 37 eine Stunde teilweise gesperrt. Brandmeister Jürgen Sampl von der FF St. Veit übt Kritik: "Für großes Unverständnis bei den Einsatzkräften sorgten mehrere rücksichtslose Lenker, die an der Unfallstelle mit unverminderter Geschwindigkeit vorbeifuhren und im Stau die doppelte Sperrlinie ignorierten und einfach wendeten."











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