Wieder Bankomat in Wien gesprengt

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In Wien-Donaustadt ist Montag früh in einer Spar-Filiale ein Bankomat gesprengt worden. Es handelt sich um die vierte derartige Tat in diesem Jahr in Wien. Unbekannte haben laut Informationen der Polizei einen Geldautomaten am Biberhaufenweg 117 zerstört und sind mit der Beute entkommen.
Der genaue Tathergang stand laut Landespolizeidirektion-Sprecherin Michaela Rossmann noch nicht fest, da die Ermittlungen noch mehrere Wochen andauern können. Ein Zeuge hatte eine Detonation gehört und einen schwarzen BMW, geschätztes Baujahr 1990, auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt beobachtet. Er sah, wie das Auto nach dem Vorfall über den Biberhaufenweg gegen die Einbahn flüchtete, wie auch die Beschädigung am Bankomaten und der Glasfassade der Filiale.
Wenige Minuten später war die Polizei bei der Spar-Filiale, die wegen des Vorfalls bis 11.00 Uhr geschlossen blieb. Zwei etwa fünf Quadratmeter große Scheiben waren zerborsten, der Bankomat zum Teil zerstört. Über die Höhe der Beute lagen vorerst keine Angaben vor. Zumindest gibt es durch die Zeugenbeobachtung einen ersten Täterhinweis. Wie viele Personen an dem Coup beteiligt waren, konnte der Zeuge hingegen nicht sagen. Die Polizei nimmt aufgrund der Erfahrung mit solchen Delikten an, dass es sich nicht um einen Einzeltäter handelt.
Die Kriminellen dürften bei der für Bankomat-Sprengungen "üblichen" Weise vorgegangen sein: Sie haben Gas in das Gerät eingeleitet. Diese Technik gehört bei den drei bisher üblichen Modi Operandi zu der technisch aufwendigsten. Andere Tätergruppen öffneten Bankomaten mit Schweißbrennern oder gingen mit der etwas primitiven Methode vor, gleich den ganzen Geldbehälter mit einem PS-starken Fahrzeug aus der Verankerung zu reißen und dann abzutransportieren.
Auf lange Sicht könnten Bankomaten bald den Reiz für Kriminelle verlieren, da etwa die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien ihre 200 in Wien betriebenen Geräte auf eigene Initiative seit 2012 mit einem Färbesystem ausrüstet, wie Pressesprecherin Michaela Stefan der APA berichtete. So endete eine Sprengung in Wien-Floridsdorf am 14. Mai 2012 dieses Jahre bereits damit, dass die Täter mit unbrauchbaren, weil intensiv blau gefärbten Geldnoten flüchteten.










