39 Mio. Mädchen weltweit wird Bildung verwehrt

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Jedem dritten Mädchen auf der Welt wird die Bildung und Ausbildung verweigert - nur weil sie Mädchen sind. Das geht aus dem Mädchen-Bericht 2012 von Plan International anlässlich des ersten UNO-Mädchentags hervor. 39 Millionen der elf- bis 15-jährigen Mädchen gehen nicht in die Schule. Die Gründe dafür sind Armut, Gewalt und Diskriminierung.
Plan International untersuchte in sieben afrikanischen Ländern, was Mädchen am Schulbesuch hindert. Zum einen sind es mangelnde finanzielle Mittel für Materialen wie Hefte und Stifte oder für Uniformen. Zum anderen berichten Mädchen in allen untersuchten Ländern von sexuellen Übergriffen. In Togo gaben 14 Prozent der Kinder an, dass ihr Lehrer für die Schwangerschaft einer Mitschülerin verantwortlich sei. Ähnliche Berichte gab es auch in Mali und Senegal. In Ghana beklagten drei von vier Kindern, dass Lehrer Gewalt ausüben.
Außerdem ergaben die Untersuchungen, dass Mädchen teilweise bis zu acht Stunden im Haushalt mithelfen müssen. Auch Hunger und extreme Armut verwehren Mädchen den Schulbesuch. Eltern in armen Verhältnissen entscheiden sich - wenn sie die Wahl haben - eher die Söhne zur Schule zu schicken als die Töchter.
Gleichzeitig zeigt Plan im Mädchen-Bericht die Schutzwirkung von Bildung auf. Sie gibt ihnen Selbstvertrauen und bewahrt sie vor Gewalt. In elf von 14 untersuchten Ländern wurden Frauen, die höher gebildet waren, weniger oft Opfer von Gewalttaten. Gebildete Frauen seien eher bereit, Gewalttaten anzuzeigen, sich im Kampf gegen Gewalt zu organisieren und für mehr Rechte einzutreten. In Nigeria denken 71 Prozent der Frauen ohne Bildung, dass Gewalt gegen sie gerechtfertigt ist, wenn sie das Haus verlassen, ohne den Ehemann zu informieren.











