9,4 Millionen Österreicher bis 2060
Die Österreicher werden mehr und grauer. Fast jeder dritte ist 2060 über 65 Jahre alt, Süden hinkt bei Wachstum hinterher.

Foto © Fotolia / Gerhard Wanzenböck
Österreichs Bevölkerung wächst und vergreist. Laut Prognose von Statistik Austria wird Österreich im Jahr 2030 die Marke von neun Millionen Einwohnern knacken. Bis zum Jahr 2060 soll die Zahl der Einwohner um elf Prozent von jetzt 8,4 Millionen auf knapp 9,4 Millionen anwachsen (siehe Grafik).
Während die Zahl der Kinder laut den Statistikern fast konstant bleiben wird, kommen auf das Pensionssystem große Herausforderungen zu. Bis 2060 wird der Anteil der Menschen im Haupterwerbsalter (20 bis 64 Jahre) von derzeit 61,9 Prozent auf 52,5 Prozent absinken.
Hingegen wird sich die Zahl der über 65-Jährigen fast verdoppeln - von derzeit 1,49 Millionen auf 2,71 Millionen im Jahr 2060. Fast jeder Dritte wird in Österreich dann der "Generation 65 plus" angehören. Die Zahl der über 80-Jährigen wird sich sogar auf 1,1 Millionen verdreifachen.
Starker Rückgang in Kärnten
Motor des Bevölkerungswachstums wird Wien sein, um 2030 werde die Zwei-Millionen-Einwohner-Grenze überschritten. Der Süden kann mit dem Wachstum nicht mithalten. Während für die Steiermark 1,6 Prozent Wachstum vorausgesagt werden, geht es in Kärnten mit der Bevölkerungszahl bis 2060 um 8,5 Prozent bergab. Das habe laut Statistikern nicht unbedingt politische Gründe. Vielmehr könne die Zuwanderung die negative Geburtenbilanz nicht kompensieren. Ist Österreich vorbereitet, diese tief greifenden Veränderungen zu stemmen? "Ja", glaubt Bevölkerungsexperte Josef Kytir von Statistik Austria. "Unsere sozialen Systeme haben genügend Anpassungsmöglichkeiten."












