Mutmaßlicher Räuber ist untergetaucht
Ein 20-jähriger Tschetschene aus Spittal dürfte sich nach einem Raubüberfall auf ein Spittaler Wettcafe in der Nacht auf Montag nach Wien oder ins Ausland abgesetzt haben.

Foto © KK/PolizeiVerschwunden: der gesuchte 20-Jährige
"Dieser Mann ist gefährlich und unberechenbar. Er könnte jederzeit wieder zuschlagen." Kriminalisten der Raubgruppe im Landeskriminalamt fahnden "mit Nachdruck", wie es heißt, nach einem 20-jährigen tschetschenischen Asylwerber aus Spittal. Der Mann steht unter dringendem Verdacht, in der Nacht auf Montag einen Raubüberfall in einem Wettcafé in der Spittaler Schillerstraße begangen zu haben. Dabei wurde eine Angestellte (29) mit Handschellen gefesselt, geknebelt und an ein Waschbeckenabflussrohr im Herren-WC gebunden.
Das Martyrium der Frau dauerte rund zweieinhalb Stunden. Erst dann konnte sie die Klebebandfesseln so weit lockern, dass sie vom Keller zu einem Festnetztelefon im Erdgeschoß gelangen konnte. Mehrmals hatte der Räuber seinem Opfer den Knebel entfernt, um von ihr den Zahlencode für den Tresor zu erfragen. "Alleine das Wegreißen des Klebebandes vom Mund und das erneute Fixieren hat die Frau in Todesangst versetzt", sagt ein Ermittler.
Gegen den Tatverdächtigen ermittelte die Polizei vor einiger Zeit wegen des Verdachtes der Erpressung. Er dürfte nach jüngsten Erkenntnissen entweder bei Bekannten und Verwandten in Wien untergetaucht sein, oder aber er hat sich mit der Beute (mehrere tausend Euro) bereits ins benachbarte Ausland abgesetzt.












