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Zuletzt aktualisiert: 09.10.2012 um 19:59 UhrKommentare

Turm-Sprengung: Zehn Minuten vor zwölf

Die Uhrzeit für die Turm-Sprengung am Pyramidenkogel ist nun fixiert. Es kracht am Freitag um 11.50 Uhr. Die Vorbereitungen haben bereits begonnen.

Franz Schuster (links) zeigt, wo die Sprengladungen angebracht werden. Bürgermeister Oleschko ließ das Gelände um den Turm bereits absperren

Foto © KLZ/Helmuth WeichselbraunFranz Schuster (links) zeigt, wo die Sprengladungen angebracht werden. Bürgermeister Oleschko ließ das Gelände um den Turm bereits absperren

Sag zum Abschied laut "Kawumm": Auf dem Pyramidenkogel haben die Vorbereitungen für die Sprengung des 44 Jahre alten Aussichtsturmes begonnen. Sie wird, wie am Dienstag bekannt geworden ist, am Freitag um 11.50 Uhr erfolgen.

500 Schaulustige können direkt auf dem Pyramidenkogel dabei sein. Ihnen werden nach dem Motto "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" Plätze auf dem unteren Parkplatz zugewiesen. "Besser wird man die Sprengung aber zum Beispiel von Krumpendorf aus sehen können. Der Turm fällt Richtung Wörthersee", sagt der Keutschacher Bürgermeister Gerhard Oleschko.

Rund um den 54 Meter hohen Turm sind die Sicherheitsvorkehrungen schon jetzt enorm. Das Gelände, in dem die 15 Tonnen Beton landen werden, ist großräumig abgesperrt. Auch ein Schutzwall wird errichtet. Am Freitag werden 50 Mitarbeiter kontrollieren, ob sich niemand mehr in der Gefahrenzone aufhält. Sprengmeister Franz Schuster verspricht einen "Riesentuscher" und meint damit die Lautstärke der Sprengung: "Wir haben bei einer ähnlichen Aktion in 80 Meter Entfernung 141 Dezibel gemessen." Das ist lauter als das Triebwerk eines Düsenjägers 15 Meter neben einem Ohr.

Die Aufträge rund um die Errichtung des neuen Holzturms, der fast 100 Meter hoch sein wird, sind mittlerweile zum Großteil vergeben. "90 Prozent der beschäftigten Firmen kommen aus Kärnten", sagt Finanzlandesrat Harald Dobernig. Das acht Millionen Euro teure Projekt wird von Gemeinde (zwei Millionen Euro über Kredite) und Land (Bedarfszuweisungen, Zukunftsfonds, Kärntner Tourismusholding) finanziert.

GEORG LUX

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