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Zuletzt aktualisiert: 07.10.2012 um 14:15 UhrKommentare

Sperrzone nach tödlichem Tauch-Versuch in OÖ

Foto © APA

Nach einem Tieftauch-Experiment am Samstag im Traunsee, bei dem ein 42-jähriger Oberösterreicher ums Leben gekommen ist, hat die Behörde jetzt ein striktes Tauchverbot verhängt. Die Sperrzone der Bezirkshauptmannschaft Gmunden erstreckt sich laut Polizei in einen Umkreis von 100 Metern um die Unfallstelle.

Aufgrund der großen Tiefe, in welcher der Leichnam vermutet wird, sei eine Bergung vorerst nicht möglich. Nach dem Toten wird mit Spezialkameras gesucht, da Sonar in diese Bereiche nicht mehr vordringt. Bis die Suche nach dem Verunglückten abgeschlossen ist, wird die Verbotszone aufrechterhalten, hieß es am Sonntag von der Polizei auf Anfrage.

Der Mann aus Bad Ischl galt als erfahrener Tieftaucher. Bei dem Experiment hätte es sich um einen österreichischen Rekordversuch handeln sollen. Das Ziel war, die tiefste Stelle des Traunsees mit 192 Metern zu erreichen. Das Prozedere war bis ins kleinste Detail geplant. Mehrere Ärzte waren in den Versuch involviert. Der Bad Ischler galt als Froschmann mit Erfahrung.

Während des Abstiegs wurden mehrere Flaschen gemäß den speziellen Tiefenanpassungen der Gasgemische verwendet. Ein eigenes Prüf-Protokoll sollte klarstellen, wann welche Flasche zu wechseln ist. Sicherheitstaucher konnten dem Oberösterreicher allerdings nur in eine Tiefe von 60 bis 70 Metern folgen. Am tiefsten Punkt hätte eine Boje angebracht werden sollen.

Fast zeitgleich war im Attersee ein 44-jähriger Hobbytaucher tödlich verunglückt. Der Mann aus Thalheim bei Wels war mit seinem Bruder unterwegs und hatte beim Aufstieg aus einer Tiefe von 45 Metern Probleme mit der Luftversorgung bekommen. Sein Bruder überließ ihm sein Mundstück, konnte den 44-Jährigen aber nicht fixieren, so dass der Mann ihm entglitt und absackte. Der Bruder stieg auf und alarmierte zufällig anwesende Froschmänner, die die Einsatzkräfte verständigten. Eine Suchkette mit 15 Feuerwehrtauchern und Kräfte der Wasserrettung konnten den 44-Jährigen nur noch tot aus einer Tiefe von 42 Metern bergen.

Quelle: APA

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