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Zuletzt aktualisiert: 04.10.2012 um 05:27 UhrKommentare

Kranker Student bedrohte Patienten

Krisensitzung aufgrund der Affäre um psychisch kranken MedUni-Studenten - und neue Vorwürfe. Nach dem deutschen Studenten wird nach wie vor gefahndet.

Aufregung um Morddrohungen an der MedUni Graz: Ein psychisch kranker Student bedrohte und verletzte Mitarbeiter

Foto © HoffmannAufregung um Morddrohungen an der MedUni Graz: Ein psychisch kranker Student bedrohte und verletzte Mitarbeiter

Ein psychisch gestörter Student bedroht und verletzt an der Grazer MedUni Mitarbeiter und darf weiter studieren. Er versucht sich angeblich sogar eine Waffe zu besorgen - es folgen Anzeige und Haftbefehl. Nach dem deutschen Studenten wird nach wie vor gefahndet: Unsere Exklusiv-Berichterstattung über den Fall sorgt für eine Riesenaufregung.

Und neue, unglaubliche Details werden bekannt: Der Kleinen Zeitung liegen Zeugenaussagen vor, dass der Student sogar einen Patienten bedrohte, den er im Rahmen seiner Ausbildung betreuen hätte sollen. Als MedUni-Mitarbeiter ihn davon abhalten wollen, wurde er auch diesen gegenüber "verhaltensauffällig". Der Vorfall wurde angeblich gemeldet, unternommen wurde anscheinend nichts. Das Rektorat konnte den Vorfall noch nicht bestätigen.

Psychiater-Krisensitzung

Dass Ärzte die indirekten Morddrohungen des Deutschen (Mails etc.) ernst nahmen, zeigt die Tatsache, dass es Mittwochvormittag zu einer Krisensitzung unter Klinikpsychiatern gekommen ist. MedUni-Rektor Smolle trat dort persönlich auf, um die Lage zu kalmieren. Ohne Behandlung wird die Erkrankung des Deutschen - eine paranoid-schizophrene Störung - als "gefährlich für die Umwelt" eingeschätzt. Aus diesem Grund gab es zuletzt bei einer Promotion auch Polizeischutz und nach wie vor werden bedrohte Personen bewacht. Trotz eines Maulkorb-Erlasses an der MedUni geben Mitarbeiter im Gespräch mit der Kleinen Zeitung übrigens offen zu, dass "sie froh sind, dass die Sache endlich an die Öffentlichkeit gekommen ist und dass jetzt etwas unternommen wird". Denn man "habe gewusst, dass er ein kranker Mensch sei, und alle haben sich gefürchtet".

Der Fall hat eine lange Vorgeschichte: Ein erster, gravierenden Vorfall wurde bereits im März 2011 bekannt, schon damals musste die Polizei einschreiten. Mit einer therapeutischen Begleitung wurde ihm erlaubt, sein Studium fortzusetzen. Als er mit der Behandlung aufhörte, kam es neuerlich zu Drohungen.

DIDI HUBMANN

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