Flugzeugunglück in Tirol: Suche nach Unfallursache
Nach dem Absturz eines Kleinflugzeuges mit sechs Toten und zwei Verletzten am Sonntag in Tirol ist die Suche nach der Unfallursache am Montag auf Hochtouren gelaufen.

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Die Erhebungen am Unglücksort sind weitgehend abgeschlossen. Jetzt gilt es, die vorhandenen Daten auszuwerten, heißt es seitens der Ermittler. Wann das Wrack geboren werden kann, stand vorerst nicht fest.
Die beiden Überlebenden befanden sich in ärztlicher Betreuung in der Innsbrucker Klinik. Geplant war, den leicht verletzten Passagier im Laufe des Montags zu vernehmen. "Wir werden ihn danach befragen, was er vor dem Absturz mitbekommen hat", sagte der Leiter des Landeskriminalamtes, Walter Pupp, zur APA. Auch die Obduktion der Verunglückten soll durchgeführt werden, die Ergebnisse würden aber nicht bekannt gegeben.
Bei den Ermittlungen müssten die verschiedenen, relevanten Faktoren beleuchtet werden, erklärte Peter Urbanek, Leiter der Unfalluntersuchungsstelle des Bundes, der APA. Neben der Überprüfung des Piloten und dessen Lizenzen würden die Fluganmeldung sowie das Verhalten während des Fluges untersucht, skizzierte Urbanek: "Im Anschluss werden die flugbetrieblichen Daten ausgewertet." Darunter fallen unter anderem das Wetter zum Flug- und Absturzzeitpunkt, die Flugroute und der -verlauf sowie die Kommunikation mit dem Tower. Über einen Datenschreiber oder eine Blackbox habe die Cessna nicht verfügt.
In Zell am Ziller im Bezirk Schwaz herrschte am Montag Trauer. Aus der Marktgemeinde und deren Umgebung stammen fünf der getöteten Insassen sowie die beiden Überlebenden. "Die Situation im Ort ist sehr bedrückend", sagte Bürgermeister Robert Pramstrahler der APA. Viele Menschen hätten durch den Unfall Familienmitglieder, Freunde und Geschäftspartner verloren. Das Ausmaß dieses Verlustes sei noch nicht realisierbar.
Das Flugzeugunglück hatte sich am Sonntag kurz vor 7.30 Uhr oberhalb von Ellbögen im Tiroler Bezirk Innsbruck-Land ereignet. An Bord der zweimotorigen Cessna mit der Kennung "N738W" befanden sich der Pilot aus dem Bezirk Zell am See und sieben Fluggäste aus dem Zillertal. Für den Piloten und fünf Passagiere kam jede Hilfe zu spät.











