"Starfighter" abgestürzt: Pilotin überlebt Absturz
Eine 49-jährige Frau stürzte im Seewinkel mit einem Kleinflugzeug zur Vogelschwarm-Bekämpfung ab. Schwer verletzt konnte sie sich selbst aus Wrack befreien. Die sogenannten "Starfighter" werden im Burgenland von Juli bis Ende Oktober eingesetzt, um die Weinernte vor den Staren zu schützen.

Foto © APA/ÖAMTCDie Unglücksstelle
Unwahrscheinlich großes Glück" hatte am Samstag laut Rettungskräften eine 49-jährige erfahrene Pilotin aus Wiener Neustadt. Im burgenländischen Seewinkel ist sie mit einem sogenannten "Starfighter" - einem Kleinflugzeug, das im Tiefflug zur Vergrämung gefräßiger Stare in Weingärten eingesetzt wird - abgestürzt.
Offenbar dürfte die Pilotin zwischen Apetlon und St. Andrä bei ihrem Flug von der Sonne geblendet worden sein und so die Äste eines Baumes übersehen haben. Das Kleinflugzeug krachte in den Ackerboden und blieb auf dem Dach liegen. Die Pilotin konnte sich nach dem Absturz jedoch selbst aus dem Wrack befreien und schaffte es, mit dem Handy ihren Mann, einen Arzt, zu verständigen. Und das trotz ihrer schweren Verletzungen.
Beckenbruch
Die Frau, die mit dem ÖAMTC-Notarzthubschrauber Christophorus ins Krankenhaus Wiener Neustadt geflogen wurde, erlitt ersten Angaben zufolge einen Beckenbruch, schwere Schnittwunden und ein Polytrauma. Laut Feuerwehrkommandant Michael Pilles könne man dennoch von Glück im Unglück reden: "Die Pilotenkanzel wurde im Gegensatz zum Rest des Flugzeugs wenig zerstört."
Die sogenannten "Starfighter" dürfen im Burgenland von Juli bis Ende Oktober eingesetzt werden, weil die Stare in ganzen Schwärmen auftauchen und den dortigen Winzern zu schaffen machen, sobald die Trauben an den Weinstöcken zu reifen beginnen. Über den Weingärten von zehn Kommunen ziehen die "Starfighter" ihre Kurven. Die Kosten tragen die Winzer - unter Berücksichtigung der jeweiligen Weingartenfläche.











