Liebelei mit Inder sorgte für Großeinsatz
Während einer Indien-Reise lief eine 16-jährige Kärntnerin ihrer Mutter davon. Eine groß angelegte Suchaktion in Kooperation mit indischer Polizei, Interpol und Botschaft wurde gestartet. Die Kärntner Kripo ortete die Schülerin schließlich in einem Zug nach Westindien. Vor dem Urlaub hatte die 16-Jährige im Internet einen Inder kennengelernt.

Foto © AP/str (Symbolbild)In Neu Delhi verschwand die 16-Jährige plötzlich
NEU DELHI, VILLACH. Für die Mutter war der Urlaub in Indien ein Albtraum, für die 16-jährige Tochter ein aufregendes Liebesabenteuer. Mutter und Tochter, sie kommen aus dem Großraum Villach, machten am 30. August im Rahmen ihrer Indien-Reise einen Ausflug in Neu Delhi. Doch anstatt der Besichtigung von Tempel und Denkmälern hatte der Teenager ganz anderes im Kopf: Das Mädchen hatte sich vor dem Urlaub übers Internet in einen Inder verliebt und wollte ihn dann unbedingt treffen. Und so war es plötzlich verschwunden.
Die Mutter glaubte an eine Entführung ihrer Tochter. Polizei, Botschaft und Interpol wurden eingeschaltet und eine spektakuläre Suchaktion nach der 16-Jährigen gestartet. Auch die Polizei in Kärnten wurde um Mithilfe gebeten. "Wir haben einige Informationen und Telefondaten via Interpol an die indischen Behörden weitergeleitet", sagt Rainer Dionisio, Sprecher der Landespolizeidirektion. Mit diesen Daten konnte die indische Polizei dann das Handy orten. "Von Österreich aus ist eine Handyortung aus technischen und rechtlichen Gründen im Ausland nicht möglich", stellt Dionisio klar.
Und so gelang der indischen Polizei nach zwei Tagen der Durchbruch: Sie konnte das Handy des Teenagers in einem Zug, der Richtung Westindien unterwegs war, orten. Mit einem Flugzeug wurde die Verfolgung des Zuges aufgenommen! Die Beamten konnten die 16-Jährige unverletzt mit indischen Burschen antreffen.
Mittlerweile ist die Familie wieder zurück in Kärnten.










