Facebook-Party in Niederlanden endete im Chaos

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Eine Facebook-Party im niederländischen Haren ist in Krawallen und Chaos ausgeartet. Hunderte Randalierer lieferten sich in der Nacht auf Samstag Straßenschlachten mit der Polizei, verwüsteten Straßen, plünderten Geschäfte und steckten Autos und Schuppen in Brand. "Es war eine schreckliche Nacht", sagte Bürgermeister Rob Bats am Samstag.
Ein Mädchen hatte auf Facebook zu seinem 16. Geburtstag eingeladen, aber vergessen, dies als private Party zu markieren. Daraufhin war über Twitter und Facebook zu einem "Projekt-X-Fest" - in Anspielung an den Titel "Project X" eines US-Films, in dem ein von drei Jugendlichen organisierter Abend ausartet - aufgerufen worden. In der Folge meldeten sich rund 20.000 Menschen an.
Die zunächst friedliche Stimmung schlug gegen 21.00 Uhr "plötzlich in Aggression um", sagte der regionale Polizeichef, Oscar Dros. "Sie griffen die Polizei mit Pflastersteinen, Feuerwerk und Flaschen an." Später zerstörten sie im Zentrum der Stadt abgestellte Autos, Gartenzäune, Laternen und Verkehrsschilder. Außerdem plünderten sie Dros zufolge Geschäfte, darunter einen Supermarkt. Die Straßen waren mit Glassplittern übersät. Überall lagen leere Flaschen und Dosen.
Nach ersten Analysen waren die Krawalle geplant. "Erfahrene Rädelsführer aus dem ganzen Land gingen mit ungeheurer Gewalt und Aggression vor", sagte Dros. Diese hätten auch die "Konfrontation" mit den 500 Polizisten gesucht. Die Stadt habe sich auf das Schlimmste vorbereitet und verschiedene Maßnahmen ergriffen. Die Straße im Zentrum von Haren, in der das Mädchen wohnt, wurde abgeriegelt, das Geburtstagskind außerhalb des Hauses gebracht und der Konsum von Alkohol in der Umgebung untersagt.
Die Stadt bei Groningen sei nach ersten Hinweisen auf die Massenparty vorbereitet gewesen. Die Polizei hatte sich nach eigenen Angaben von deutschen Kollegen beraten lassen, die bereits Erfahrungen mit ähnlichen Festen hatte. "Wir waren auf das Schlimmste vorbereitet", sagte der Polizeichef. "Doch so viel Aggression haben wir noch nie erlebt." 35 Personen wurden festgenommen. Etwa 30 Jugendliche wurden verletzt. Frühere Meldungen von zwei Schwerverletzten wurden vorerst nicht bestätigt.
Der niederländische Justizminister Ivo Opstelten sagte laut der Nachrichtenagentur ANP, so etwas könne "nicht geduldet" werden. "Die Täter werden vor Gericht gestellt, bestraft und müssen für die Schäden aufkommen", fügte er hinzu.










