Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
20. Juni 2013 02:34 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
29-Jähriger Biker in Niederösterreich getötet Juninho rief Selecao zu Protestaktion auf Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Chronik Nächster Artikel 29-Jähriger Biker in Niederösterreich getötet Juninho rief Selecao zu Protestaktion auf
Zuletzt aktualisiert: 15.09.2012 um 20:08 Uhr

Drei Nächte im Gebirge: Mann erfror

Zwei deutsche Wanderer gerieten in den Hohen Tauern in eine Schlechtwetterfront. Ein 73-Jähriger starb. Sein 65 Jahre alter Freund konnte stark unterkühlt gerettet werden.

Die Rettungshubschrauber bei der Einsatzstelle

Foto © ARA FlugrettungDie Rettungshubschrauber bei der Einsatzstelle

Vier Jahrzehnte waren zwei deutsche Wanderer (65 und 73) gemeinsam in den Bergen unterwegs - und kehrten immer unversehrt in ihre Heimat zurück. Bis zu dieser Woche: Die Tour in den Hohen Tauern nahm für die erfahrenen Bergkameraden eine schicksalhafte Wende. Im Bereich der Mallnitzer Scharte auf über 2600 Meter Seehöhe wurden sie von einer Schlechtwetterfront mit Schnee und Wind überrascht und gerieten in Bergnot. Vier Tage und drei Nächte harrten sie bei Minusgraden aus. "Der ältere der beiden Männer ist erfroren", sagt Einsatzleiter und Alpinpolizist Josef Brandner. Der 65-Jährige konnte gerettet werden.

Die beiden Männer brachen am vergangenen Mittwoch von der Gießener Hütte zu einer rund sechsstündigen Wanderung über die Mallnitzer Scharte zum Arthur-von-Schmid-Haus auf. Doch ihr Ziel erreichten sie nicht. "Wegen der massiven Kaltfront mit Sturmböen bis zu 150 km/h kamen die Männer anscheinend nur langsam voran", sagt Brandner. Nach der Mallnitzer Scharte musste der 65-Jährige - vermutlich wegen Erschöpfung - aufgeben. Er baute sich ein Notbiwak. Sein Kamerad versuchte alleine zum nahe gelegenen Arthur-von-Schmid-Haus zu gelangen, scheiterte allerdings nach rund 200 Metern. Zwischen Felsblöcken suchte er Schutz vor dem Sturm. Doch vergebens.

Sein Bergkamerad konnte den suchenden Polizeihubschrauber Libelle durch ein rotes Tuch, das er an einem Stock hin und her schwenkte, auf sich aufmerksam machen. "Seine Körpertemperatur betrug bei der Bergung nur noch 29 Grad", sagt Jürgen Würtz, Pilot des Rettungshubschraubers RK1. Mithilfe einer Seilwinde wurde der Mann geborgen und ins Klinikum Klagenfurt gebracht. "Sein Zustand ist stabil. Er befindet sich zurzeit auf der Intensivstation und wird langsam aufgewärmt", sagt Kabeg-Sprecherin Kerstin Wrussnig. "Er hat schwere Erfrierungen an Armen und Beinen erlitten."

Ausgelöst wurde die Suchaktion, weil die Männer am Samstag nicht zu einem vereinbarten Treffpunkt mit ihren Ehefrauen in Südtirol erschienen waren. An der Suche beteiligten sich die Alpinpolizei, das Team des Rettungshubschraubers RK1 und die Bergrettung.

ESTHER FARYS

Steiermark > Graz

Sonnig
Graz
min: 18° | max: 34°
7-Tagesprognose

Aktuelle Leser-Fotos

KLEINE.tv

Sportwagenwoche: Kinderträume wurden wahr

15 Jahre Sportwagenwoche am Wörthersee bedeutet auch 15 Jahre Sportwagen...Noch nicht bewertet

 




Fotoserien

Hallstatt: Mure zerstört historischen Ortskern 

Hallstatt: Mure zerstört historischen Ortskern

 

Events & Tickets

Jethro Tulls's Ian Anderson Tipp

Jethro Tulls's Ian Anderson

07.11.13 Graz
Tickets bestellen


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang