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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2012 um 19:50 UhrKommentare

Alkolenker flüchtete mit 170 km/h vor der Polizei

Ein 42-jähriger Frühpensionist aus St. Veit an der Glan lieferte vier Polizeiautos eine nächtliche Verfolgungsfahrt. Erst ein geschlossener Bahnschranken konnten ihn stoppen.

Foto © Kleine Zeitung/Gernot Eder (Symbolbild)

Er ist bei der Polizei bekannt: als Alkolenker der vermutlich unverbesserlichen Sorte. Bisher hielt ein Frühpensionist (42) immer an, wenn er "blau" hinter dem Steuer saß und von der Polizei angehalten wurde. Am Freitag kurz nach 23 Uhr war plötzlich alles anders. Eine Sektorstreife der Polizeiinspektion St. Veit hatte auf der Bundesstraße bei der Schnellstraßenabfahrt St. Donat Position bezogen. Ihr Auftrag: Verkehrskontrollen. Nicht wissend, wer des Weges kam, bekam auch der Frühpensionist die rote "Halt-Polizei"- Kelle gezeigt.

Ohne Bremsversuch gab der Frühpensionist Gas. Mit 120 km/h brauste er durch das Ortsgebiet von St. Donat vorbei an der Burg Hochosterwitz Richtung Launsdorf. In der Ortschaft Maigern ein "Ausritt". Der Audi kam von der Straße ab, geriet auf eine angrenzende Wiese. Für den Frühpensionisten, der einen 32-jährigen Beifahrer hatte, kein Grund aufzugeben. Zurück auf der Landesstraße ging der "Höllenritt" mit gut 170 km/h weiter in Richtung Passering. Bei der Verfolgung waren vier Polizeiautos mit acht Beamte beteiligt. Doch weder Blaulicht noch Folgetonhorn schienen den Alkoraser zu interessieren. Erst in Kappel/Krappfeld spielte der Zufall Regie. Der Bahnschranken war wegen eines herannahenden Zuges geschlossen. Die Polizisten stellten noch zwei Streifenwagen davor.

Damit war die Alkofahrt nach über 20 Kilometern zu Ende. Für den Frühpensionisten ging es zum Verhör und danach ohne Führerschein nach Hause. Der Alkoholisierungsgrad soll zwischen 1,1 und 1,6 Promille gelegen sein.

Die Rechnung bekommt der 42-Jährige erst frei Haus geliefert. Ihm drohen monatelanges Fahrverbot sowie hohe Geldstrafen wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt und Gefährdung der körperlichen Sicherheit.

PETER KIMESWENGER

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