Festnahmen nach Pansch-Skandal in Tschechien
In Tschechien konnte die Polizei neun Verdächtige festnehmen, die mit Methanol gepanschten Alkohol in Umlauf gebracht haben sollen. 18 Menschen starben, weil sie die giftige Flüssigkeit getrunken hatten.

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Im Skandal um hochgiftigen Pansch-Alkohol in Tschechien, der schon 18 Tote gefordert hat, hat es erste Festnahmen gegeben. Im Osten des Landes seien neun Verdächtige inhaftiert worden, bestätigte Polizeipräsident Martin Cervicek am Freitag. Bei einer Razzia im südmährischen Zlin stellten die Beamten rund 500 Wodka-, Rum- und Obstbrandflaschen mit gefälschten Marken-Etiketten sicher. In Proben wurde ein hoher Gehalt des hochgiftigen Methanols festgestellt. Die Abbauprodukte von Methanol können zu Vergiftungserscheinungen bis hin zur Erblindung und zum Tod führen.
Gesundheitsminister Leos Heger gab das Verbot am Freitag im Fernsehen bekannt. Es gilt demnach bis auf weiteres für alle Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 20 Volumenprozent. Wenige Milliliter Methanol reichen für eine Vergiftung mit Übelkeit und Sehstörungen bis hin zu Erblindung oder Tod.
Die Zahl der bestätigten Todesfälle durch Methanol-Vergiftungen war zuvor nach Labor-Untersuchungen auf 19 gestiegen. Ärzte im ganzen Land meldeten neue Verdachtsfälle. Erstmals wurde ein Mann in der Hauptstadt und Touristenhochburg Prag ins Krankenhaus eingeliefert. Der Zustand des 30-Jährigen gilt laut Agenturmeldungen als sehr kritisch.










