US-Militär schickt Anti-Terror-Einheit nach Libyen
Bei der Erstürmung des US-Konsulats im ostlibyschen Benghazi wegen eines islamfeindlichen Films wurde US-Botschafter Chris Stevens getötet. Etwa 50 Marineinfanteristen sollen nun die Sicherheit verstärken.

Foto © APDer US-Botschafter Chris Stevens wurde bei einem Angriff auf das US-Konsulat getötet.
Nach der Attacke auf das US-Konsulat im ostlibyschen Benghazi schickt das US-Militär eine Anti-Terror-Einheit der Marineinfanteristen in das nordafrikanische Land. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus Verteidigungskreisen in Washington. Der Einheit gehören den Angaben zufolge etwa 50 Soldaten an.
US-Außenministerin Hillary Clinton betonte, die Freundschaft zwischen ihrem Land und Libyen dürfe nicht unter der Attacke leiden. Sie selbst frage sich wie viele andere auch, wie ein solcher Akt der Gewalt in Liyben geschehen sei, das doch mit Hilfe der Amerikaner von einem Diktator befreit worden sei, sagte Clinton am Mittwoch. "Aber lasst uns einen klaren Blick bewahren. Dies war eine Attacke einer kleinen und grausamen Gruppe", erklärte die Ministerin. "Es war kein Angriff der Bevölkerung oder der Regierung Libyens."
Bei gewaltsamen Protesten gegen einen als islamfeindlich angesehenen Film waren der US-Botschafter in Libyen und drei seiner Mitarbeiter am Dienstag in Benghazi getötet worden. US-Präsident Barack Obama erklärte am Mittwoch, er habe seine Regierung angewiesen, alles Notwendige zu veranlassen, um den Schutz des US-Personals in Libyen und die Sicherheit von US-Botschaften in aller Welt zu gewährleisten.











