Das Ende einer Ära für heimische Soldaten
Österreichisches Militärcamp "Casablanca" in Suhareka im Süden des Kosovo wurde nach 13 Jahren aufgelassen. Die Unruhen im serbisch dominierten Norden halten an.

Foto © Ulrich Dunst
Für mehr als 10.000 heimische Bundesheersoldaten war es in den vergangenen 13 Jahren die rot-weiß-rote Zwischenheimat in ihrem KFOR-Einsatz: das von Österreich geführte Militärcamp "Casablanca" in Suhareka im Süden des Kosovo. Am Wochenende übergab der Kommandant des Streitkräfte-Führungskommandos, der steirische Generalleutnant Günter Höfler, das 22.000 Quadratmeter große Areal zurück an die Gemeinde.
Da sich die Lage im Süden des Kosovo zuletzt stabilisiert hat, die Unruhen im serbisch dominierten Norden jedoch anhalten, siedelten die 363 österreichischen Bundesheersoldaten in andere Nato-Länder-geführte Militärcamps in Pec, Pristina und Prizren. Der Großteil der 800 weißen Container, denen das Camp Casablanca auch seinen Namen verdankt, bleibt an Ort und Stelle. "Ich hoffe, dass die Gemeinde diese Infrastruktur gut zu nutzen weiß", sagte Höfler.
Mit dem Ende der Ära fällt zeitlich auch der Beginn einer neuen zusammen: Ab dem heutigen Tag erlangt der Kosovo planmäßig seine Unabhängigkeit. Am Einsatz der internationalen Missionen im Land ändert sich jedoch vorerst nichts.










