"MSC Flaminia" nach Irrfahrt in Wilhelmshaven

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Nach ihrer zweimonatigen Irrfahrt ist die durch einen Brand schwer beschädigte "MSC Flaminia" am Ziel: Das Containerschiff dockte am Sonntagabend im JadeWeserPort bei Wilhelmshaven (deutsches Bundesland Niedersachsen) an, wie das Havariekommando in Cuxhaven mitteilte. Die Fahrt sei ohne Probleme verlaufen. Der Liegeplatz des havarierten Schiffs im Hafen ist weiträumig abgesperrt.
Der Schleppverband habe in der Früh gegen 08.00 Uhr die Tiefwasserreede bei Helgoland verlassen und "zügig den Weg nach Wilhelmshaven zurückgelegt", teilte das Havariekommando mit. Die Fahrt verlief demnach reibungslos. In den kommenden Tagen gebe es "aus Arbeitsschutzgründen weitere Untersuchungen an Bord der MSC Flaminia". Anschließend werde ein noch vermisster Seemann gesucht, bevor mit dem Entladen des Schiffes begonnen werde. Dafür ist jedoch auch die Zustimmung der Staatsanwaltschaft erforderlich. Das Entladen und die Entsorgung des mit Giftstoffen kontaminierten Löschwassers wird nach Angaben des Havariekommandos mehrere Wochen dauern.
Die Havarie der "MSC Flaminia" hielt den deutschen Eigner, die Reederei NSB, und die Behörden mehrerer europäischer Länder wochenlang in Atem. An Bord des mit mehr als 2.800 Containern beladenen Schiffs war am 14. Juli auf dem Atlantik ein Feuer ausgebrochen, Teile der Ladung explodierten. Ein Seemann starb, ein Crewmitglied wird seitdem vermisst, drei weitere wurden verletzt. Die Feuer in den riesigen Laderäumen des 289 Meter langen Frachters wüteten tagelang unkontrolliert, letzte Brandnester wurden erst vor kurzem gelöscht.
Atlantik-Anrainerstaaten wie Großbritannien und Frankreich hatten dem Schiff keinen Notliegeplatz zur Verfügung gestellt. Nach wochenlangen Verhandlungen hatte sich Deutschland als verantwortlicher Flaggenstaat daher bereit erklärt, den Frachter in seine Gewässer zu schleppen und die Ladung dort bergen zu lassen.










