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Zuletzt aktualisiert: 05.09.2012 um 14:03 UhrKommentare

Greenpeace-Aktion gegen Ölbohrungen in der Arktis

In Moskau haben Greenpeace-Aktivisten aus fünf Ländern ein Arktis-Schutzgebiet vor dem Firmengebäude von Gazprom errichtet, sich an Zelte gekettet und den Zugang zum Gebäude blockiert. Bei der Aktion wurde unter anderem auch eine österreichische Greenpeace-Aktivistin verhaftet.

Foto © AP

Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace demonstrierten Mittwoch früh vor den Gazprom-Hauptsitzen in Moskau und Berlin. Grund für die Proteste waren laut Aussendung die erneuten Pläne des russischen Konzerns, in der Arktis nach Öl zu bohren. In Moskau haben Aktivisten aus fünf Ländern, darunter auch eine Österreicherin, ein Arktis-Schutzgebiet vor dem Firmengebäude errichtet, sich an Zelte gekettet und den Zugang zum Gebäude blockiert. Zur selben Zeit wurde in Berlin ein rund drei Meter hoher, undichter Öl-Bohrturm aufgebaut.

"Die rücksichtslosen Pläne von Ölgiganten wie Gazprom und Shell, in der Arktis nach Öl zu bohren, könnten zu einer schweren und langfristigen Verschmutzung des sensiblen Ökosystems führen, das ohnehin schon unter der Gefährdung durch den Klimawandel leidet. Nur ein generelles Verbot aller Bohrungen in der Arktis und die Errichtung eines Schutzgebietes kann dieses einzigartige Gebiet vor einer gigantischen Ölpest schützen", erklärte Wladimir Tschuprow, Leiter der Energiekampagne bei Greenpeace Russland.

Der friedliche Protest ist die Fortsetzung mehrerer Greenpeace-Aktionen, die sich gegen die zu Gazprom gehörende Ölplattform Prirazlomnaya in der Pechorasee gerichtet haben. Erst vor wenigen Tagen hat sich Gazprom dazu entschlossen, die umstrittenen Entwicklungspläne des Gasfelds Shtokman Arctic in der Barentssee einzustellen.

Laut Greenpeace will Gazprom am Anfang 2013 mit gewerblichen Ölbohrungen in den arktischen Gewässern der Pechorasee beginnen und damit die allererste Firma sein, die Erdöl aus der Arktis fördert. "Noch ist die gigantische Ölplattform Prirazlomnaya aber alles andere als bereit für diesen Einsatz. Erst vor kurzem hat Greenpeace herausgefunden, dass die Plattform ohne offiziell genehmigten Notfallschutzplan arbeitet. Forschungen haben jedoch gezeigt, dass es nahezu unmöglich sein wird, das sensible arktische Gebiet von Ölverschmutzungen zu reinigen. Und so ist auch die einzigartige Tierwelt dieser entlegenen Region stark gefährdet", hieß es in der Pressemitteilung.


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