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Zuletzt aktualisiert: 01.09.2012 um 16:38 UhrKommentare

Yosemite-Park: Tödliches Virus im Urlauberidyll

In den Touristenzelten des kalifornischen Yosemite-Nationalparks wurden Spuren einer tödlichen Variante des Hanta-Virus gefunden. Zwei Personen sind bereits gestorben, bis zu 10.000 Übernachtungsgäste könnten dem Virus ausgesetzt worden sein.

Beliebtes Reiseziel in den USA: der Yosemite-Nationalpark

Foto © APABeliebtes Reiseziel in den USA: der Yosemite-Nationalpark

Zwei Menschen sind im kalifornischen Yosemite-Nationalpark an Hantaviren gestorben. Nach Mitteilung der Parkverwaltung hat ein weiterer mit dem Erreger infizierter Mensch die Erkrankung überlebt. Bis zu 10.000 Übernachtungsgäste im Yosemite-Nationalpark sind dieser tödlichen Variante des Hantavirus ausgesetzt worden. Wie die Parkleitung am Freitag (Ortszeit) in Fresno mitteilte, wurden fast 3.000 Gäste angeschrieben, die in "Signature"-Zelten zwischen Juni und August übernachtet hatten. Da die Zelte auf vier Personen ausgelegt seien, könnten bis zu 10.000 Menschen dem von Mäusen und anderen Nagern übertragenen Virus ausgesetzt worden sein, das zum Hantavirus-Lungensyndrom führen kann. Sechs Erkrankungen wurden nach Angaben der kalifornischen Gesundheitsbehörden registriert.

Mäusenester in Zelt-Doppelwänden

Die Krankheit fängt harmlos an und bricht oft erst nach sechs Wochen richtig aus. 36 Prozent der Erkrankungen in den USA enden mit einem plötzlichen Atem- und Organversagen tödlich. Das Virus wird über Ausscheidungen der infizierten Nager übertragen. In den speziell isolierten Zelten mit Doppelwänden fanden Parkangestellte bei der Reinigung in den Zwischenräumen etliche Mäusenester, hieß es. Täglich gingen inzwischen mehr als 1.000 Anrufe besorgter Yosemite-Besucher ein.


Foto

Foto © Reuters

Das Hanta-Virus unter dem MikroskopFoto © Reuters

Hanta-Virus

Hantaviren kommen weltweit vor. Sie werden in Österreich vor allem über Rötelmäuse verbreitet, die die Erreger über Kot und Urin ausscheiden. Menschen infizieren sich meist dadurch, dass sie verunreinigten Staub einatmen, etwa bei Holzarbeiten im Wald und Garten sowie beim Reinigen von Kellern, Schuppen und Ställen.

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