Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
21. Mai 2013 07:03 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Dutzende Tornado-Tote in Oklahoma City Junge Mutter stürzte in Salzburg aus O-Bus Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Chronik Nächster Artikel Dutzende Tornado-Tote in Oklahoma City Junge Mutter stürzte in Salzburg aus O-Bus
Zuletzt aktualisiert: 01.09.2012 um 20:04 UhrKommentare

Ausschreitungen bei Protesten gegen Dutroux-Komplizin

In der Nähe des Nonnenklosters, wo die Ex-Frau von Dutroux seit Wochenbeginn lebt, ist es bei Protesten zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei, die das Kloster schützt, musste Gummiknüppel und Pfefferspray einsetzen.

Proteste vor dem Kloster im südbelgischen Malonne

Foto © ReutersProteste vor dem Kloster im südbelgischen Malonne

Die Freilassung der früheren Frau des Kindermörders Dutroux schlägt in Belgien immer noch hohe Wellen. Viele Bürger sind empört. In Michelle Martins Zufluchtsort in den Ardennen kam es zu gewaltsamen Zwischenfällen. Die belgische Regierung kündigte eine Verschärfung der Strafgesetze an.

Ausschreitungen bei Protesten

Bei Protesten gegen die vorzeitige Freilassung der Ex-Frau von Kinderschänder Marc Dutroux ist es am Samstag in Malonne bei Namur zu Ausschreitungen gekommen. Einige Demonstranten warfen Steine und rissen Absperrungen der Polizei um. Die Beamten reagierten mit dem Einsatz von Gummiknüppeln und Pfefferspray, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Zwei Personen wurden vorläufig festgenommen. Etwa 100 Menschen hatten in der Nähe des Nonnenklosters protestiert, wo Michelle Martin seit Wochenbeginn lebt. Die Polizei, die das Ordenshaus schützt, verstärkte ihre Präsenz. Üblicherweise sind 15 Polizisten Tag und Nacht im Einsatz.

Als Martin am Dienstagabend nach ihrer Freilassung in dem Ardennen-Ort angekommen war, hatten bereits rund 50 erboste Bürger vor dem Kloster protestiert. Martin war als Komplizin Dutroux' zu 30 Jahren verurteilt worden, von denen sie 16 abgesessen hat. Ihr weiterhin inhaftierter Ex-Ehemann ist der bekannteste und am meisten gefürchtete Verbrecher des Königreichs - er hatte in den 1990er Jahren sechs Mädchen entführt und gefoltert, vier von ihnen starben.

Verschärfung des Strafgesetze?

Angesichts der heftigen Kritik an der Freilassung von Michelle Martin hat die belgische Regierung eine Verschärfung der Strafgesetze angekündigt. Ministerpräsident Elio Di Rupo sagte mehreren belgischen Zeitungen vom Samstag, er wolle gegen "Straffreiheit" für Verbrecher vorgehen. "Unser Ziel muss sein: Nein zur Straffreiheit", sagte Di Rupo. "Wir müssen eine ganze Reihe eingeleiteter Reformen im Justizwesen weiterverfolgen sowie Reformen im Bereich Polizeiwesen."

Di Rupo zufolge ist eine Verschärfung der Regeln für vorzeitige Haftentlassungen unter Auflagen bereits in Vorbereitung. Demnach soll beispielsweise jeder, der zu einer 30-jährigen Haftstrafe verurteilt ist, mindestens drei Viertel davon im Gefängnis verbüßen. Außerdem kündigte der Regierungschef die Einstellung Hunderter weiterer Polizisten an.

Michelle Martin war 1996 zusammen mit dem Pädophilen Dutroux festgenommen und im Jahr 2004 zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Im Juli gab ein Gericht in Mons jedoch ihrem Antrag auf vorzeitige Entlassung aus der Haft statt. Diese in Belgien höchst umstrittene Entscheidung wurde am Dienstag vom Kassationsgericht bestätigt. Die 52-Jährige unterliegt nach ihrer Freilassung strengen Auflagen. So muss sie in einem Kloster im südbelgischen Malonne leben, wo sie am Dienstag eintraf. Sie darf sich nicht in der Öffentlichkeit zeigen. Der heute 55-jährige Dutroux verbüßt eine lebenslange Haftstrafe.

Martin hatte ihren damaligen Ehemann bei seinen Gräueltaten gegen Mädchen unterstützt. Ihr wurde vor allem vorgeworfen, dass sie zwei der verschleppten Mädchen in einem Kellerverlies verhungern ließ. Die ehemalige Lehrerin, selbst Mutter dreier Kinder von Dutroux, versperrte eigenhändig die Tür, hinter der die beiden achtjährigen Mädchen qualvoll starben, wie sie im Prozess aussagte. Der grausame Fall Dutroux und das damit verbundene Versagen von Polizei und Justiz hatten Belgien in den 1990er Jahren zutiefst erschüttert


Foto

Foto © Reuters

Michelle Martin beim Dutroux-Prozess im Jahr 2004Foto © Reuters

Steiermark > Graz

Wolkig
Graz
min: 5° | max: 20°
7-Tagesprognose

Aktuelle Leser-Fotos

KLEINE.tv

Der alte Mann und der Afritzer See

Christian Kind ist 66 Jahre alt und angelt sein Leben lang. Jeden Tag im...Bewertet mit 4 Sternen

 




Fotoserien

Franziskus feierte Pfingstmesse 

Franziskus feierte Pfingstmesse

 

Events & Tickets

Depeche Mode Tipp

Depeche Mode

08.02.14 Wien
Tickets bestellen


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang