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    Zuletzt aktualisiert: 29.08.2012 um 19:59 UhrKommentare

    "Für uns Eltern ist das seit Jahren Thema"

    Hören Sie von Eltern oft Klagen, dass der Schulbeginn zu spät losgeht oder unübersichtlich organisiert ist?

    Ilse Schmid...

    ... ist Präsidentin der Elternvereine der Pflichtschulen.

    ILSE SCHMID: Für uns ist schon seit vielen Jahren Thema, dass der Unterricht an bestimmten Schultagen verkürzt ist. Für eine Verkürzung gibt es aber gar keinen Grund. Die Kinder halten es schon aus, auch am ersten Tag vier Stunden lang in der Schule zu sein, man muss ja nicht sofort vier Stunden lang schreiben und rechnen. Es gibt viele andere Möglichkeiten: Kennenlern-Spiele, soziales Lernen und so weiter.

    An welchen Tagen orten Sie diese Probleme?

    SCHMID: Das ist regional unterschiedlich, Probleme gibt es aber an den Tagen nach Schulbeginn und vor Schulschluss sowie vor anderen längeren Ferienzeiten wie den Semesterferien. Auch an Tagen, an denen Gottesdienste stattfinden. Nach der Kirche gehen die Kinder oft gleich nach Hause, oder Nicht-Katholischen wird gesagt, sie sollen gleich zu Hause bleiben.

    Wie wirkt sich das für Berufstätige aus? Betreuung ist ja oft nicht leicht zu organisieren.

    SCHMID: Am schwierigsten ist das "Zipferlprogramm", wo an einem Tag nach einer, am nächsten nach zwei Stunden Schluss ist. Ich muss mich darauf verlassen können, dass Unterricht gehalten wird. Natürlich ist Schule nicht in erster Linie Betreuung, sondern Unterricht. Aber: Wird denn Unterricht als so unwichtig gesehen? Zuerst geht es langsam los, und im Oktober und November müssen dann gerade an höheren Schulen alle Termine durchgedrückt werden, was wiederum Stress bedeutet.

    SONJA HASEWEND

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