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Zuletzt aktualisiert: 29.08.2012 um 19:28 UhrKommentare

Tiere als Stars der Medien

Zwei Geparden, ein Luchs, ein Krokodil und ein Murmeltier sind in Österreich derzeit in aller Munde. Der Salzburger Zoo, aus dem die Geparden und der Luchs ausgebüchst sind, erlebt derzeit einen Besucheransturm.

Foto © APA

Das geht ja fast auf keine Kuhhaut mehr - Tag für Tag gibt es derzeit Schlagzeilen über skurrile Erlebnisse mit Tieren. Zuletzt waren es zwei Geparden und ein Luchs, die aus dem Salzburger Zoo flüchteten und kurzfristig zu Medienstars wurden.

Inzwischen sind die Tiere alle wieder eingefangen. Auch der am Sonntag während eines Stromausfalls ausgebüxte Luchs namens Vivious tappte am Mittwoch auf dem Hellbrunner Berg gleich neben dem Zoo in eine Rindfleischfalle. Da das Tier am Sonntag das letzte Mal gefüttert worden war, war es entsprechend hungrig, erklärt Christine Beck vom Zoo Salzburg: "Mit Rindfleisch konnten wir den Luchs gut anlocken. Dass es so schnell geht, darüber freuen wir uns sehr."

So ein attraktiver tierischer Ausbruch hat werbemäßig positive Folgen - seit Sonntag war der Zoo Salzburg besonders gut besucht und viele Gäste erkundigten sich an der Kasse nach der eineinhalbjährigen Raubkatze.

Gleichzeitig sorgt in Innsbruck der achtjährige Matteo als "Murmeltierflüsterer" für Schlagzeilen in englischen und österreichischen Zeitungen. Seine Mutter Michaela Walch ist Tierfilmerin und hat ihren Sohn im Großglocknergebiet fotografiert, wie er die sonst so scheuen Murmeltiere fütterte. Sie folgten dem Buben in Scharen. "Ich locke sie mit Karotten an, die wachsen dort nicht und sind für die Murmeltiere was ganz Besonderes", schildert der Bub.

Kroko-DNA-Analyse

Ebenfalls zu hoher Medienpräsenz brachte es jenes Krokodil, das in der Drau gesehen wurde. Eine DNA-Überprüfung soll nun endgültig Klärung bringen. Die Polizei hat Abstriche an den zerbissenen Schuhen der zwei Kinder genommen, die das Kroko gesehen haben. Kurt Scheuch, Fischereiberechtigter im betroffenen Drau-Abschnitt bei Sachsenburg (Bezirk Spittal), will die Kosten für die DNA-Auswertung aus eigener Tasche finanzieren.

Und Donnerstagabend wird ein weiterer Versuch gestartet, das Krokodil aufzustöbern. Mit Scheinwerfern wird der ganze Lagunenbereich ausgeleuchtet. Auch Feuerwehrboote mit Wärmebildkameras kommen zum Einsatz.

ROBERT ENGELE

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