Erneut Aufregung um Facebook-Eintrag Straches

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FPÖ-Chef Strache sorgt mit einem seiner Einträge auf der Internet-Plattform Facebook erneut für Aufregung: Der Parteiobmann hatte eine Karikatur gepostet, auf der ein dicker Banker zu sehen ist, der von einem Regierungsbeamten angefüttert wird. Der Banker trägt eine Hakennase und Davidsterne auf seinem Jacket, was ihn wohl als Juden ausweisen sollte.
"Dass eine Karikatur von Juden, ähnlich wie im damaligen Stürmer (NS-Hetzblatt, Anm.) in den 1930er- und 1940er-Jahren, nun auf der Facebook-Seite des FPÖ-Chefs Strache erscheint, ist für mich kein Zufall", so Deutsch. Strache versuche sich zwar offiziell von der rechtsextremen deutsch-nationalen Szene abzugrenzen, übernehme aber deren Karikaturen bedenkenlos. Offenbar sei der FP-Chef wohl wieder einmal zu "blauäugig" gewesen, so der IKG-Präsident.
Strache hatte die Karikatur bereits am Samstag gepostet. Neben dem Banker und dem Regierungsmitglied ist auch ein ärmlicher und magerer Mann zu sehen, der das "Volk" repräsentieren soll. Die Karikatur ist eine Bearbeitung einer Zeichnung aus den 60er-Jahren, die aber noch ohne Hakennase und ohne Davidsterne auskam. Im der Karikatur beigefügten Text stellte Strache einen Konnex zur heimischen und EU-Politik und er vor allem den Euro-Rettungspaketen her.
Nach der ersten Aufregung postete der FPÖ-Chef dann am Sonntag die Original-Karikatur und stritt im angefügten Text jegliche Antisemitismus-Absichten ab. Am Montag pflichtete ihm Partei-Generalsekretär Harald Vilimsky bei und verteidigte die Karikatur. Zu der abgebildeten Hakennase des Bankers sagte er, eine solche Nase "zwanghaft als jüdisch zu interpretieren" sei "völlig absurd und diffamierend". Auch der Wiener FPÖ-Stadtrat David Lasar stellte sich hinter den Parteichef.
Eingebracht hat Strache sein Posting jedenfalls eine Anzeige. Der Wiener Anwalt Georg Zanger erkennt in der auf Straches Profil verbreiteten Karikatur-Bearbeitung "ganz klare antisemitische, am Stürmer-Stil der NS-Zeit angelehnte Tendenzen" und wird den Betreiber der Seite wegen "Verhetzung und Wiederbetätigung" klagen, wie der Kurier berichtete.










