Anwalt getötet: Täter sind Ex-Polizisten
Fall Rebasso: Russen sollen gestanden haben. Demnach arbeiteten sie auf Auftrag, Tod des Anwalts war "Versehen".

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Ein Kriminalbeamter und ein Verkehrspolizist, die beide nach Drogengeschäften und Betrügereien aus dem Polizeidienst entlassen, inhaftiert und erst vor Kurzem aus dem Gefängnis entlassen wurden: Das sind laut russischen Medienberichten die beiden des Mordes an dem Wiener Anwalt Erich Rebasso (48) verdächtigen Russen. 2007 sollen sich die zwei Männer - sie stammen aus der 900 Kilometer östlich von Moskau gelegenen Stadt Kirow - im Gefängnis kennengelernt haben.
Angeblich liegt bereits ein Geständnis vor. Demnach hätten sie auf Auftrag gehandelt. Und der Tod des Anwalts sei kein "Mord, sondern ein Versehen" gewesen. Das Duo - in der Szene als Auftragstäter und Geldeintreiber bekannt - soll beauftragt worden sein, den Anwalt einzuschüchtern und ihn zur Zahlung von 60.000 Euro zu bewegen. Wer die Auftraggeber im Fall Rebasso gewesen sind, sollen sie den russischen Ermittlern allerdings nicht verraten haben. So weit russische Medienberichte. Die Wiener Polizei bestätigte diese Meldungen allerdings nicht.
Auf die Spur der beiden war die Polizei durch ein E-Mail gekommen. Darin hatten sie Lösegeld von der Familie des Anwalts gefordert. Dieses E-Mail konnte von den Fahndern zurückverfolgt werden und führte schließlich zur Verhaftung durch eine russische Spezialeinheit auf einer Autobahnstation am Moskauer Stadtrand.
Dabei wurde zunächst auch ein dritter Mann festgenommen. Laut Medienberichten musste der 31-Jährige aber aus Mangel an Beweisen freigelassen werden. Auch er soll ein langes Vorstrafenregister haben. Ob er in den Fall Rebasso verwickelt ist, ist nicht klar.
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