Männer schossen in Kärnten aus Jux mit Softguns auf Kinder
Zwei junge Männer aus Slowenien haben am Freitag in Ferlach in Kärnten mit Softguns aus einer Wohnung auf spielende Kinder und Autos geschossen. Die Männer sind auch in Drogengeschäfte verwickelt. Laut Polizei wurde niemand verletzt.

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"Da wird herumgeballert." So lautet am Freitag am späten Nachmittag die Meldung besorgter Bewohner einer Wohnanlage in Ferlach an die Polizei. Fünf Beamte, die zufällig auf der Inspektion waren, setzten sich sofort in ihre Streifenwagen und fuhren zum angegebenen Ort. Dort trafen sie in einer Parterrewohnung auf vier junge Männer, die von Donnerstagabend weg eine Alkohol- und Haschparty gefeiert hatten.
Beschlagnahmt wurde eine Cannabis-Indoor-Plantage, welche der Mieter, ein 19 Jahre alter HTL-Schüler aus Wien, betrieben haben soll. Zudem wurde ein ganzes "Waffenarsenal" von funktionsfähigen Militärkarabinern über Jagdgewehre bis hin zu Messer, Dolchen und Macheten gefunden. Zwei Gäste des Wieners im Alter von 21 und 26 Jahren sollen mit Softgun-Pistolen vom Balkon der Wohnung geschossen haben.
"Im Nahbereich spielten mindestens vier Kinder. Sie waren in Gefahr, da die Projektile aus den Pistolen bei Getroffenen mindestens Blutergüsse auslösen können", so Chefinspektor Alfred Fina, Kriminalreferent beim Bezirkspolizeikommando Klagenfurt-Land. Wird ein Auge von den Plastik- oder Hartgummikugeln getroffen, kann es nach Einschätzung von Waffentechnikern sogar zum Verlust des Augenlichtes kommen.
Der vierte Mann im Bunde, ein Slowene (20) ist ein Fall für die Drogenfahndung. Trotz seines jungen Alters ist er der Polizei in seiner Heimat sowohl als Konsument als auch als Kleindealer bekannt. Er soll es auch gewesen sein, der das "Kraut" für die Joints auf die Party mitgebracht hat. Zudem gibt es für die Ermittler Anhaltpunkte, wonach der 20-Jährige im "Ameisenverkehr" regelmäßig mit Haschisch von Slowenien nach Kärnten gekommen sein soll.
Nach Abschluss der Erhebungen werden alle vier Männer bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt angezeigt. Zudem hat der HTL-Schüler gegenüber der Schulleitung massiven Erklärungsbedarf.
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